Im Kreisliga-Duell Borussia Ahsen und Eintracht Recklinghausen wurde die Nachspielzeit zum Aufreger. Erst der Einsatz von Polizeistreifenwagen brachte Ruhe.

Polizeieinsatz

Eine Verlängerung der anderen Art

jh
08. Oktober 2007, 18:31 Uhr

Im Kreisliga-Duell Borussia Ahsen und Eintracht Recklinghausen wurde die Nachspielzeit zum Aufreger. Erst der Einsatz von Polizeistreifenwagen brachte Ruhe.

Auslöser für die Tumulte war laut Sebastian Schwab, Geschäftsführer von Borussia Ahsen, der harmlose Versuch der Spielverzögerung: „Unsere Spieler mit der Nummer Zehn hat nach einem Freistoßpfiff in der Nachspielzeit den Ball weggeschossen. Dadurch entwickelte sich die Hitzigkeit. Ich kann nicht nachvollziehen, dass ein reines Zeitspiel so hoch bewertet wurde.“ Nach Spielschluss gingen die Diskussionen über das Ballwegschlagen in die Verlängerung. Teils deftige Worte wechselten die Seiten, bis die ersten Fäuste flogen. Schwab: „Das ein oder andere böse Wort ist gefallen. Angeblich streckte der gegnerische Torhüter unseren Kapitän mit einem Faustschlag nieder. Damit fing es an.“ In der Folge gingen einige Spieler der beiden Teams aufeinander los und konnten erst nach wenigen Minuten getrennt werden. Die Wortgefechte hielten unvermindert an.

„Der Schiedsrichter hat darum gebeten, dass wir die Polizei rufen. Er wurde nach eigenen Aussagen bespuckt“, berichtete Sebastian Schwab. Der Einsatz von zwei Streifenwagen beruhigte die Situation und sorgte für die nötige Abkühlung bei den Akteuren.

Das Spielgeschehen rückte weitesgehend in den Hintergrund. „Die erste Halbzeit war noch sehr ruhig. Ein ganz normales Fußballspiel. Als wir 3:0 führten bekam Eintracht einen berechtigten Foulelfmeter zugesprochen. Durch dieses Tor wurde das Spiel rassiger und mit dem 3:2 dann hitzig. Böse Fouls gab es keine, aber die Gästezuschauer wurden nach Entscheidungen gegenüber unserem Linienrichter sehr laut. Den Elfmeter zum 4:2 wollte Eintracht nicht akzeptieren“, bilanzierte Schwab das Match.

Das besagte Zeitspiel brachte das Fass zum überlaufen. Am Ende nahm die Polizei drei Strafanzeigen wegen Körperverletzung und Beleidigung auf und sorgte für das unrühmliche Ende eines Kreisliga-Nachmittags.

Autor: jh

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