Bedröppelt kam Fortunas Ahmet Cebe aus der Kabine. Immer noch machte er sich Gedanken über seine beiden vergebenen Chancen kurz vor dem Treffer zum 1:1 (1:1)-Endstand zwischen seinen Düsseldorfern und Rot-Weiss Ahlen.

Fortuna Düsseldorf - RW Ahlen 1:1 (1:1)

"Habe das Gefühl, reden mehr übereinander als miteinander"

Christian Krumm
08. Oktober 2007, 17:43 Uhr

Bedröppelt kam Fortunas Ahmet Cebe aus der Kabine. Immer noch machte er sich Gedanken über seine beiden vergebenen Chancen kurz vor dem Treffer zum 1:1 (1:1)-Endstand zwischen seinen Düsseldorfern und Rot-Weiss Ahlen. "Natürlich bin ich so etwas wie der tragische Held", murmelte der "Unglücksrabe" und fügte hinzu: "Ich hatte die beiden Szenen noch lange vor Augen."

Marco Christ hatte die Fortuna nach exzellenter Weiterleitung von Axel Lawarée in Führung gebracht (56.), Martin Stahlberg für die Ahlener zum verdienten Ausgleich getroffen (87.). Dazwischen hatte wie schon erwähnt Cebe zwei Mal die Riesen-Möglichkeit, für die Landeshauptstädter alles klar zu machen. "In der ersten Situation will ich den Ball direkt aus der Luft nehmen, aber treffe ihn aus mir unerklärlichen Gründen nicht richtig", beschreibt Cebe. "Danach spiele ich den Gegner aus, will das Leder in die Ecke schlenzen und vergebe die Chance wieder kläglich."

Auch Düsseldorfs Coach Uwe Weidemann konnte nicht so richtig glauben, dass seine Truppe im vierten Spiel in Folge nicht gewinnen konnte: "Es ist für mich unverständlich, dass wir uns nach dem 1:0 zurückziehen. Da spielte auch ein wenig die Angst mit, weil wir die letzten drei Partien nicht siegreich gestalten konnten." Sein Zusatz: "Man kann sich nicht immer darauf verlassen, dass man solche Begegnungen 1:0 gewinnt."

Sein Gegenüber Christian Wück gab eher erstaunliche Worte von sich. Wer glaubt, der Ahlener Trainer sei mit dem Remis zufrieden, irrt gewaltig. Der Ex-Profi: "Ich hätte mir gewünscht, dass sich die Mannschaft noch mehr belohnt. Wir haben zwei Punkte liegen gelassen, denn unsere zahlreichen Möglichkeiten hätten wir besser nutzen müssen." Ausgerechnet Stahlberg sorgte für den Ausgleich. Ein Kicker, vor dem Weidemann seine Elf gewarnt hatte: "Wir wussten vorher, dass die beiden Außenstürmer von den Ahlenern gut eingesetzt werden. Darüber sind sie immer gefährlich."

Somit stehen nur zwei Zähler aus den vergangenen vier Matches zu Buche. Nach dem hervorragenden Start ist das für die Fortunen mit Sicherheit zu wenig. Eine mögliche Ursache für den kleinen Hänger hat Weidemann ausgemacht: "Ich habe im Moment das Gefühl, dass wir mehr übereinander als miteinander reden. Und das ist nicht nur innerhalb des Teams so." Eine Aussage, die viel Spiel zur Interpretation lässt. Zeit für Gespräche haben die Düsseldorfer angesichts des nächsten spielfreien Wochenendes reichlich.

Autor: Christian Krumm

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