Durch einen 4:2-Erfolg bei TuSpo Huckingen hat Blau-Weiß Lirich erfolgreich den Beweis angetreten, dass sie auch noch auf fremden Plätzen, wo es zuletzt nicht viel zu holen gab, gewinnen können. So gehen die von Frank Kielczewski trainierten Kicker mit weiterhin aufsteigender Tendenz in die einwöchige Spielpause. Bereits in der vergangenen Woche zeigte das Team, dass es sich längst nicht aufgegeben hat, als der Aufsteiger VfvB Ruhrort-Laar mit 10:1 auf der neuen heimischen Platzanlage abgefertigt wurde.[i]Ein Ortstermin[/i]

Bezirksliga 8 NR: TuSpo Huckingen - BW Oberhausen-Lirich 2:4 (2:1)

Ramadan schwächt die Gastgeber/Insgesamt vier Platzverweise

hg
07. Oktober 2007, 20:03 Uhr

Durch einen 4:2-Erfolg bei TuSpo Huckingen hat Blau-Weiß Lirich erfolgreich den Beweis angetreten, dass sie auch noch auf fremden Plätzen, wo es zuletzt nicht viel zu holen gab, gewinnen können. So gehen die von Frank Kielczewski trainierten Kicker mit weiterhin aufsteigender Tendenz in die einwöchige Spielpause. Bereits in der vergangenen Woche zeigte das Team, dass es sich längst nicht aufgegeben hat, als der Aufsteiger VfvB Ruhrort-Laar mit 10:1 auf der neuen heimischen Platzanlage abgefertigt wurde.[i]Ein Ortstermin[/i]

Hängende Köpfe hingegen gab es bei TuSpo Huckingen nach Schlusspfiff zu sehen. Wurde vor dem Anpfiff mit Serkan Alicilar noch zuversichtlich der neue Mann vorgestellt, der ab jetzt zusammen mit Ihsan Kursun das Training leiten wird, so standen die Kicker aus dem Duisburger Süden trotz einer Pausenführung und engagierter Leistung am Ende erneut mit leeren Händen da und warten somit weiterhin auf den ersten Erfolg. Kielczewski hatte seinen Spieler ausdrücklich vor der Begegnung gewarnt: "Huckingen ist zwar Letzter, aber sie haben seit dem Trainerwechsel bewiesen, dass sie kein Kanonenfutter sind."

So merkte man in den ersten 45 Minuten auch keine Unterlegenheit der Hausherren. Besonders im Mittelfeld, wo normalerweise der Qualitätsunterschied zwischen den Mannschaften sichtbar ist, herrschte Ausgeglichenheit. Zwar hatten die Gäste durch Elsenrath
(3.) und Nözel (5.) die beiden ersten Torchancen, doch der Treffer fiel in der zwölften Minute auf der anderen Seite. Halit Sener traf zur überraschenden Führung für die Huckinger.

Die Freude über die Führung war aber nicht von all zu langer Dauer. Bereits in der 20. Minute sorgte Andreas Elsenrath für den Ausgleich. Das Tabellenschlusslicht zeigte sich trotz des erneuten Rückschlags wenig geschockt und wurde in der 34. Spielminute belohnt. Erneut war es Sener, der die Huckinger vom ersten dreifachen Punktgewinn in dieser Spielzeit träumen ließ. Zwei Minuten später ließ sich der 30-Jährige dann erschöpft auswechseln. Auch Nordin Kadourri verließ bereits vor der Pause den Platz vor Erschöpfung. Zu der Tatsache, dass Kursun ohnehin schon konditionelle Mängel in seinem Team festgestellt hat, kommt, dass die beiden Akteure fasten und somit schon frühzeitig ausgepowert waren. Kurz vor der Pause hatte Osman Sahin sogar die Gelegenheit den krassen Außenseiter mit 3:1 in Führung zu bringen, doch Gäste-Keeper Roberto Camilleri verhinderte Schlimmeres.

Die zweite Halbzeit bewahrheitete die schlimmsten Befürchtungen von Kursun, dass seinem Team einfach die Kraft fehlt über 90 Minuten eine gute Leistung zu bieten. Des Weiteren sind vier Platzverweise, zwei auf jeder Seite, für die zweiten 45 Minuten zu vermerken. Ein deutlicher Beweis dafür, dass die zweite Hälfte intensiver geführt wurde. Den Ersten musste Andre Hannemann zehn Minuten nach Wiederanpfiff hinnehmen. Nachdem er nach einem Foul den Gelben Karton von Schiedsrichter Andreas Reth gezeigt bekam, meckerte der 27-Jährige noch, so dass er vorzeitig duschen gehen durfte. Doch von einer Schwächung war nichts zu sehen. In Unterzahl drehten die Gäste auf und erzielten in der 59. Minute den erneuten Ausgleich. Der Torschütze war Oliver Nözel, der eine Vorlage vom frisch auf den Platz gekommenen Ferhat Türkmen erfolgreich abschloss. Türkmen stand zu diesem Zeitpunkt gerade mal zwei Minuten auf dem Feld. Der Youngster sollte die linke Seite beleben, was ihm in der 62. Minute erneut gelang. Dieses mal bediente er mit seiner Hereingabe von links Elsenrath, der die Wende mit seinem zweiten Treffer einläutete. [imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/004/672-4754_preview.jpeg Kam, bereitete zwei Tore vor und ging verfüht duschen: BWO-Kicker Ferhat Türkmen[/imgbox]Somit ist die Einwechslung des 19-Jährigen unter der Kategorie "glückliches Händchen vom Trainer " einzuordnen.

In der 65. Minute gab es dann der ersten Feldverweis auf Seiten der Hausherren. Stürmer Mehmet Eyüpoglu sah nach wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot. Eine Minute später sah dann TuSpo Akteur Cem Caykara nach einem Foul an Nözel sogar glatt Rot. So schwächte sich der Gastgeber innerhalb kürzester Zeit enorm.

Für die Vorentscheidung sorgte dann erneut Nözel, der in der 74. Minute das 4:2 für die Liricher besorgte und sich danach direkt wegen Rückenschmerzen auswechseln ließ. Trotz des Rückstands und schwindenen Kräften versuchten die Schwarz-Gelben immer wieder vor das Tor von Camilleri zu kommen. Doch die Defensive um Ralf Gormann stand sicher, so dass sie es immer wieder mit Schüssen aus der Distanz versuchten. [imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/004/673-4755_preview.jpeg War nach einer erneuten Pleite seines Teams enttäuscht: TuSpo Huckingen-Coach Ihsan Kursun[/imgbox]Kurz vor dem Abpfiff durfte dann auch Türkmen vorzeitig in die Kabine. Der Offensiv-Kicker, der zuvor durch seine Vorlagen und die Belebung des eigenen Mittelfeldes positiv aufgefallen war, schoss den Ball nach einem Abseitspfiff des Referees noch auf das Tor, was ihm die Gelbe Karte einbrachte. Das darauf folgende Abwinken in Richtung des Schiedsrichters hatte dann den Platzverweis zur Folge.

Nach dem Abpfiff haderte Kursun mit der Leistung seines Teams in der zweiten Hälfte: "Wir sind einfach nicht clever genug. In Überzahl kassieren wir zwei Gegentore. Unser Problem ist die Tatsache, dass wir nicht ordentlich von Angriff auf Konter umschalten können. Wenn wir jetzt nicht endlich punkten, müssen wir wohl oder über übel für die Kreisliga A planen. Auf Serkan und mich kommt viel Arbeit zu. Ich bin maßlos enttäuscht." Auch Pressesprecher Buschmann pflichtete ihm bei: "So ein Spiel kann man auch mal gewinnen, aber das Glück ist nicht auf unserer Seite. Aber die Mannschaft hat gekämpft. Das ist ein wichtiges Signal." Zufrieden und erleichtert zeigte sich hingegen Kielczewski: "Das war eine reine Kopfsache. Ich habe vor dem Gegner gewarnt und es hat sich bewiesen, dass es nicht so leicht war. Am Ende haben wir mit der richtigen Einstellung aber insgesamt verdient gewonnen."

Autor: hg

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