Der Landesligist Hombrucher SV stellt einen U17-Bundesligisten. Eine tolle Leistung, auf die sie zurecht stolz sind im Verein. Das Duell mit dem BVB hat die Unterschiede aufgezeigt.

U17

Hombruchs Trainer über seine Jungs und den Star der Liga

Linda Sonnenberg
25. Februar 2018, 16:31 Uhr
Foto: Makiela

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Der Landesligist Hombrucher SV stellt einen U17-Bundesligisten. Eine tolle Leistung, auf die sie zurecht stolz sind im Verein. Das Duell mit dem BVB hat die Unterschiede aufgezeigt.

"Wir sind Hombruch." Wenn Trainer Matthias Jabsen das sagt, klingt es weniger nach einer Entschuldigung. Der 53-Jährige ist stolz auf die Leistung seines Teams.

Während die Herren-Mannschaft des Dortmunder Vereins in der Landesliga um Punkte spielt, hat sich das U17-Team vor zwei Jahren den Aufstieg in die Bundesliga West gesichert. "Man muss ja einfach mal sehen, dass es zwei verschiedene Welten sind", fasste es Jabsen nach dem Spiel gegen den Ligakonkurrenten Borussia Dortmund, in dem der Hombrucher Spielverein mit 0:4 (0:2) unterlag, zusammen und ergänzte: "Die Borussen haben das Budget, um sich Spieler für eine Million oder mehr zu holen und wir sind froh, wenn wir ein Freundschaftsspiel gegen Union Berlin bestreiten dürfen."

Daher ist auch das Saisonziel beim HSV klar vorgegeben: "Wir wollen das zweite Jahr in Folge die Liga halten. Das wäre wirklich eine richtige Sensation", berichtet Jabsen. Verdient hätte es der Verein aus seiner Sicht in jedem Fall: "Wir leben von der Gemeinschaft. Was die Leute hier ehrenamtlich machen, das ist einfach nur klasse."

An diesem Optimismus können auch Niederlagen wie gegen Borussia Dortmund nichts ändern. Jabsen "Unsere Punkte für den Klassenerhalt müssen wir woanders holen, nicht gegen solche Spitzenmannschaften." Gegen Hombruch war es einmal mehr das Ausnahmetalent der Liga, der erst 13-jährige Youssoufa Moukoko, der mit drei Treffern zum besten Torschützen avancierte.

Doch zu genau diesem Talent hat Hombruchs Jabsen seine eigene Meinung: "Natürlich ist er im Abschluss ganz stark und hat auch eindeutig ein gutes fußballerisches Können. Allerdings würde ich gerne einmal sehen, wie er sich in anderen Mannschaften macht. Mit Borussia Dortmund hat er einen tollen Verein, eine tolle Mannschaft und ein tolles Umfeld. Da werden ihm auch gute Vorlagen geliefert. Ich glaube nicht, dass er mit 30 Toren an der Spitze stehen würde, wenn er bei einem schlechterem Verein wäre."

Und auch die Altersdebatte ist für den Hombrucher Trainer inzwischen überfällig: "Wenn es mein Junge wäre, dann würde ich ihm den Stress nicht antun wollen. Sollen sie halt einen Alterstest machen und dann sind alle Debatten hinfällig. So gibt es immer neue Diskussionen, die man eigentlich umgehen könnte."

Doch für Jabsen ist ganz klar ein anderer Spieler der Liga der Star: Thierno Ballo von Viktoria Köln. "Er bringt alle Eigenschaften mit, ist laufbereit und torgefährlich. In meinen Augen hat er Moukoko noch einiges voraus." Die Nummer 11 von Viktoria Köln wird voraussichtlich allerdings nicht mehr lange in Deutschland sein, sondern bald beim englischen Topklub FC Chelsea unter Vertrag stehen.

Autor: Linda Sonnenberg

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