Mit fünf Siegen aus acht Spielen rangiert der Karslruher SC direkt hinter Schalke als bester Aufsteiger auf Platz drei. Trainer Edmund Becker hat die Mannschaft im Griff, das Team ist intakt.

Schalke: Der Gegner im Blick

Fakten zum Match gegen den KSC

sb
06. Oktober 2007, 09:44 Uhr

Mit fünf Siegen aus acht Spielen rangiert der Karslruher SC direkt hinter Schalke als bester Aufsteiger auf Platz drei. Trainer Edmund Becker hat die Mannschaft im Griff, das Team ist intakt. "Jeder hilft jedem, das hat allen neuen Spielern geholfen, sich schnell zu integrieren", berichtet Mittelfeldmotor Tamas Hajnal, der bei den Badischen förmlich neu aufblüht und schon drei Tore erzielt, sowie vier vorbereitet hat.

Der Ex-Schalker war mit 450.000 Euro der teuerste Neuzugang und ist ebenso voll eingeschlagen, wie Andreas Timm, Andreas Görlitz und als Ergänzungsspieler Alexander Iashvili. Mit einem Etat von 13,5 Millionen hat Manager Rolf Dohmen eine Mannschaft zusammengestellt, die konkurrenzfähig ist. So fällt der Weggang von Aufstiegsheld Giovanni Frederico zum BVB kaum ins Gewicht. "Noch haben wir erst 15 Punkte gegen den Abstieg", warnt Kapitän Mario Eggiman.

Doch das nach Erfolg dürstende Umfeld wittert bereits internationale Luft. "Von mir aus könnt ihr alles schreiben: Valencia, UEFA-Pokal, alles", erinnert Trainer Becker an alte Karslruher Erfolge und heizt damit die Euphorie im Umfeld noch an. Er weiß, seine Jungs sind bodenständig genug, um nicht abzuheben. Das ist auch bis nach Gelsenkirchen vorgedrungen. "Wir haben in den bisherigen Spielen gesehen, dass sie eine sehr gute Mannschaft haben. Gegen den BVB hat der KSC in der vergangenen Woche ein ganz starkes Spiel gezeigt", warnt Kevin Kuranyi.

"Sie spielen guten Fußball. Wir müssen höllisch aufpassen auf die Karlsruher Konter", hat auch Heiko Westermann die Erfolge des Aufsteigers registriert. Dennoch ist der Anspruch klar. "Wenn wir in der Bundesliga so auftreten wie in den letzten Spielen dann werden wir gewinnen", haben man laut Westermann zwar Respekt, aber keine Angst vor dem Überraschungsteam.

Die Fakten zum Spiel

Statistik: In der Bundesliga setzte sich Schalke in 18 Heimspielen gegen die Badischen elf Mal durch (fünf Unentschieden, zwei Niederlagen). Gesamt-Bilanz in der Bundesliga: 36 Partien, 13 S04-Siege, 15 Unentschieden, acht Pleiten.

Situation: Nach der goldenen Woche mit drei Siegen und neun Punkten hat Schalke die Möglichkeit, sich mit zwei weiteren Erfolgen gegen die Aufsteiger aus Karlsruhe und in Rostock vor dem Kracher gegen Bremen weiter in Position zu bringen. Gelingt dies, würde auch der Druck auf die Bayern steigen.

Vorbereitung: Mirko Slomka hat direkt nach der Ankunft aus Trondheim heute für 16 Uhr ein Training angesetzt. Anders als bislang üblich, flog die Mannschaft nicht nach dem Spiel nach Hause, sondern blieb noch für eine Nacht in Norwegen. Slomka will so die schnelle Regeneration der Profis fördern. Das Abschlusstraining am morgigen Freitag ist nicht öffentlich.

Krankenstation: Levan Kobiashvili (Adduktorenverletzung), Halil Altintop (Muskelfaserriss), Mladen Krstajic (Innen- und Außenband im rechten Knie) und Mathias Abel (Kreuzbandriss im rechten Knie) und Markus Heppke fallen aus. Auch bei Christian Pander sieht es eher schlecht aus.

Das meint RS: Schalke nutzt unabhängig vom Ergebnis in der Champions League den Rückenwind in der Bundesliga aus und erhöht auf vier Siege in Serie.
Tipp: 1:0

Autor: sb

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