25.01.2018

Halle Oberhausen

"Kille" will Bruns an der Bande sehen

Foto: Michael Ketzer

In Oberhausen wird am Wochenende der Hallenkönig gesucht. Titelverteidiger ist die Arminia aus Klosterhardt. Dieses Jahr gehört sogar ein B-Ligist zu den Herausforderern des Landesligisten.

"Was ich bislang von Sarajevo Oberhausen gesehen habe, hat mich beeindruckt. Die Mannschaft besteht aus bosnischen Spielern, die auch mal bei mir gespielt haben. Das sind alles Jungs, die hervorragend kicken können. Ich habe Sarajevo auf der Rechnung", betont Udo Hauner, Trainer des SV Adler Osterfeld.

Hauners Mannschaft, die 2017 den 3. Platz bei der Oberhausener Hallenstadtmeisterschaft belegte, gehört natürlich auch zu den Titelanwärtern. Der Adler-Coach selbst stapelt jedoch tief: "Wir wollen in der Gruppe mit Sarajevo, Grün-Weiß Holten und Sterkrade 06/07 weiterkommen. Wir schauen nur von Runde zu Runde."

Ähnlich sieht es Lars Mühlbauer. Der Sportliche Leiter der Sportfreunde Königshardt war mit der Vorrunden-Präsentation des Bezirksligisten überhaupt nicht einverstanden. "Da sind wir nur hauchdünn an einer Blamage vorbeigeschrammt. Wir haben jetzt etwas gutzumachen und wollen uns verbessert zeigen", sagt Mühlbauer. Auf die Frage, wer denn der Favorit der Veranstaltung sei, antwortet Mühlbauer: "Alles ist möglich."

Titelverteidiger Arminia Klosterhardt, SC 1920 Oberhausen, das von Spielertrainer Ümit Ertural angeführt wird, Adler Osterfeld oder die bisherige Überraschungsmannschaft Sarajevo Oberhausen - das Turnier scheint sehr ausgeglichen zu sein. Geht es nach den Verantwortlichen von Oberhausen-Lirich, dann gehört der eigene Verein Blau-Weiß nicht zu den Mitfavoriten. "Ich mag die Halle nicht. Für mich ist die Oberhausener Meisterschaft die am schlechtesten organisierte Veranstaltung im Ruhrgebiet. Das hat vielerlei Gründe, auf die ich nicht wieder eingehen will. Ich werde kein Freund mehr dieses Turniers. Am Wochenende werde ich mich wieder auf die Tribüne setzen und in die Beobachter-Rolle schlüpfen. Mein Co-Trainer wird an der Bande stehen", sagt BWO-Trainer Hans-Günter Bruns. Und sportlich gesehen? Bruns: "Ach, das ist doch auch nichts mehr. Jetzt versuchen die Mannschaften in der Halle mehr zu verteidigen als anzugreifen. Das macht mir einfach alles keinen Spaß."

Da wird den ehemaligen deutschen Nationalspieler wohl auch die Meinung des BWO-Präsidenten Frank "Kille" Kielczewski nur wenig tangieren. Dieser sagt nämlich: "Ich will Hans-Günter an der Bande sehen. In der Vorrunde saß er auf der Tribüne. Jetzt gehe ich davon aus, dass er bei der Mannschaft sein wird. Sportlich gesehen wollen wir einfach nur ohne Verletzte durchkommen und uns nicht blamieren. Auch wenn unsere Priorität ganz klar auf der Meisterschaft liegt, sind wir ein Bezriksligist und wollen uns bei einer Stadtmeisterschaft gut verkaufen."

Autor: Krystian Wozniak

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