Ein Derby ist immer eine gute Gelegenheit, sich aus dem Sumpf zu ziehen, letztendlich herrschen auch in den kommenden 90 Minuten gegen den VfL Bochum am morgigen Freitag ab 20.30 Uhr im Signal Iduna Park ähnlich wie im Pokal andere Gesetze. Der BVB könnte nach drei Schlappen in Folge die Chance nutzen – könnte! Man darf auch sagen: Er muss. Vorab gab es eine Aussprache. „Ich weiß auf alle Fälle, was zu tun ist

BVB: Trainer spricht von Aussortierung, falls es nicht läuft

„Weniger sprechen, mehr arbeiten“

oog/md
05. Oktober 2007, 09:11 Uhr

Ein Derby ist immer eine gute Gelegenheit, sich aus dem Sumpf zu ziehen, letztendlich herrschen auch in den kommenden 90 Minuten gegen den VfL Bochum am morgigen Freitag ab 20.30 Uhr im Signal Iduna Park ähnlich wie im Pokal andere Gesetze. Der BVB könnte nach drei Schlappen in Folge die Chance nutzen – könnte! Man darf auch sagen: Er muss. Vorab gab es eine Aussprache. „Ich weiß auf alle Fälle, was zu tun ist", erklärt Coach Thomas Doll kämpferisch, der sich „eine Riesenreaktion“ erhofft. Alles frei nach dem Motto: „Weniger sprechen, mehr arbeiten, mehr Leistung bringen". Der Ex-Nationalspieler bringt es knackig auf den Punkt, der Mensch im Pott ist es durchaus gewohnt, nicht übermäßig um den heißen Brei zu reden.

Warum auch, die Ausgangsposition ist doch deutlich. Doll ist bekannt, „in einer Woche viel verspielt“ zu haben. Nicht in der Spitzengruppe tummelt man sich, man hat Kellertendenz. So dass man sich „schon Gedanken macht, ob der richtige Trainer arbeitet." So ist das Geschäft, läuft es nicht in einem Unternehmen, muss das Personal durchleuchtet werden. Doll: "Man muss sich fragen, was in dieser Woche passiert ist?" Taktisches Verhalten, Fitness, alles kommt auf den Tisch. Für den Ex-Hamburger sind es „elementare Dinge, um gut in ein Match zu kommen".
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Drei Niederlagen, die Erkenntnis darf sich nicht durchsetzen, dass die Qualität mangelhaft ist. Doll: „Bis auf den HSV waren die Gegner nicht besser besetzt.“ Haben aber doch gewonnen, Frust, „den wir uns selbst zuschreiben müssen." Der Fußball-Lehrer erinnert sich an „individuelle Fehler.“ Nicht nur einen . Doll: „Krass.“ Akteure müssen sich zeigen, medial tarnt man sich, auf dem Platz ist das tabu. Doll: "Es darf nicht sein, dass sich der eine hinter dem anderen versteckt." Ein Trüppchen von verunsicherten Individualisten wird gegen den VfL so gut wie nichts holen. Doll: „Das zeigt sich, wenn wir ein Tor kassieren. Dann geht der Kopf nach unten."

Von Alternativen für Doll zu sprechen, wäre schon infam. Doll nickt das ab: „Uns sind die Hände gebunden, was Konsequenzen anbelangt." Bisher sah der Coach stellenweise Personal, bei dem "der letzte Wille fehlte", eine Situation, die man auch als infam bezeichnen darf. Doll: "Lieber spiele ich mit dem einen oder anderen Jungen, als dass ich mir weiter anschaue, was der eine oder andere abliefert." Eine Ansage, mit der jeder umgehen sollte. Und noch eine folgt: "Ich bin der richtige Trainer für die Borussia. Ich bin stark und gefestigt. Das wird auch diesmal der Fall sein. Ich spüre die Rückendeckung vom Verein und von der Mannschaft. Wichtig ist, dass wir jetzt punkten." Hört sich theoretisch gut an, wie sieht am Freitag ab 20.30 Uhr die Praxis aus?

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Autor: oog/md

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