Es ist Zeit für Überraschungen

17.01.2018

Halle Oberhausen

Es ist Zeit für Überraschungen

Foto: Thorsten Tillmann

Die Hallenstadtmeisterschaft in Oberhausen ist in vollem Gange. Doch die Fans müssen sich noch ein bisschen gedulden. Erst am 28. Januar wird der Titel vergeben.

Nachdem die Senioren am vergangenen Wochenende ins Turnier gestartet sind, haben sie jetzt zwei Wochen Pause, ehe in der Endrunde endlich der Titel ausgespielt wird. Am 28. Januar wird die Willy-Jürissen-Halle wieder beben.

Die erste Überraschung der diesjährigen Hallenstadtmeisterschaft gab es bereits in der Vorrunde, als sich B-Ligist SV Sarajevo in seiner Gruppe gegen Titelverteidiger Arminia Klosterhardt durchsetzte und als Gruppenerster weiterkam (RS berichtete).

Turnier ist sehr ausgeglichen

Vielleicht ein erstes Zeichen dafür, dass das Turnier in diesem Jahr ausgeglichener ist denn je. Zumal mit Rot-Weiß Oberhausen der klassenhöchste Verein der Stadt gar nicht an der Hallenstadtmeisterschaft teilnimmt. Hatten die Kleeblätter in den letzten Jahren noch immer ihre Zweitvertretung ins Rennen geschickt, sind die Rot-Weißen nach dem Rückzug der Mannschaft im Sommer diesmal gar nicht vertreten. Das wiederum öffnet anderen Teams die Chance auf den Titel, wie auch Dieter Wilms von der Fachschaft Fußball weiß: „Dadurch, dass RWO nicht mehr dabei ist, sehe ich keinen richtigen Favoriten. Es gibt viele gute, technisch versierte Mannschaften wie Arminia, Nord und den SC 20. Vielleicht wird es aber diesmal auch ein Außenseiter“, lautet seine Prognose.

Es wäre fatal, wenn sich von meinen Spielern jemand in der Halle verletzen würde
Markus Kowalczyk

Allerdings ist die Endrunde für einige Teams ein richtiger Drahtseilakt. Schließlich geht in der Landesliga eine Woche nach dem Finaltag schon wieder der Ligabetrieb los. Kein Wunder also, dass Marcus Behnert, seit letztem Sommer Trainer von Titelverteidiger Arminia Klosterhardt, und Markus Kowalczyk von der Spvgg Sterkrade-Nord die Gesundheit ihrer Spieler diesmal in den Vordergrund stellen. Behnert weiß: „Die Verletzungsgefahr in der Halle ist größer.“ Deshalb hat er seinen Schützlingen die Teilnahme auch freigestellt. „Ich zwinge keinen dazu“, sagt er.

Kowalczyk, der in der Landesliga 2 nur einen Platz hinter dem Stadtnachbarn rangiert, sieht es ähnlich. Er möchte um jeden Fall spätere Ausfälle vermeiden. „Es wäre fatal, wenn sich von meinen Spielern jemand in der Halle verletzen würde“, sagt er fast schon ein wenig besorgt. Schließlich war die Spvgg in der Hinrunde bereits ausreichend vom Verletzungspech gebeutelt.

Spielclub 20 ist in Lauerstellung

Ist das also für den Spielclub 1920 die Möglichkeit auf den Titel? Schon im letzten Jahr stand der Bezirksliga-Aufsteiger im Finale, unterlag aber Arminia Klosterhardt. „Wir waren letztes Jahr schon nah dran und werden diesmal auch wieder unsere beste Mannschaft ins Rennen schicken“, sagt Trainer Ümit Ertural. Allerdings muss sich auch seine Mannschaft am Finaltag warm anziehen. In der Vorrunde enttäuschten die Blau-Gelben, verloren etwa gegen A-Ligist SG Osterfeld ihr Auftaktmatch und machten auch danach keinen überzeugenden Eindruck.

Der Weg für einen Überraschungssieger ist in Oberhausen also frei. Wie das geht, hat der SV Sarajevo bereits gezeigt. In der Endrunde dürfte es für den B-Ligisten allerdings noch einmal eine ganze Ecke schwieriger werden, sich gegen die Konkurrenz zu behaupten. Erstens sind jetzt alle gewarnt und zweitens hat in der Endrunde von den anderen 15 Teams sicher diesmal keines mehr etwas zu verschenken.

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