Am Samstag zieht die 24. Auflage der Essener Hallenstadtmeisterschaft um. Die Zwischenrunde

Halle Essen

"Wir waren eine tote Mannschaft"

Krystian Wozniak
16. Januar 2018, 18:39 Uhr

Foto: Thorsten Tillmann

Am Samstag zieht die 24. Auflage der Essener Hallenstadtmeisterschaft um. Die Zwischenrunde "am Hallo" steht an.

Seit Dienstagmittag ist bekannt, dass der diesjährige Budenzauber in der Sporthalle "am Hallo" fortgesetzt und auch zu Ende gespielt werden kann. "An dieser Stelle möchte ich noch einmal ein großes Dankeschön an die Sport- und Bäderbetriebe Essen aussprechen. Wir bedanken uns für diese Unterstützung im Namen der gesamten Essener Amateurfußball-Szene", sagt Günther Oberholz, Mit-Organisator des Turniers. Zuvor wurde über eine mögliche Sperrung der Sporthalle in Stoppenberg spekuliert. Die Halle soll nach einem Wasserschaden mit einem Pilz-Befall zu kämpfen haben. Glücklicherweise folgte am Dienstag die Entwarnung.

So können am Samstag und Sonntag 32 Mannschaften um 16 Endrunden-Tickets spielen. Mit dabei sind auch die Lucky-Loser-Klubs aus der Vorrunde: Der Vogelheimer SV und die DJK Sportfreunde Katernberg. Beide qualifizierten sich nach mäßigen Leistungen noch als die beiden besten Gruppen-Dritten für die Zwischenrunde. "Eigentlich haben wir das gar nicht verdient. Wir waren eine tote Mannschaft. Wir haben in drei Spielen nur drei Tore erzielt. Das ist sehr schlecht. Unsere Leistung war wirklich unterirdisch. An diesem Tag hätten wir nicht einmal gegen eine Rollstuhlmannschaft gewonnen", poltert Katernbergs Trainer Sascha Fischer auch einige Tage nach der schwachen Vorstellung seiner Schützlinge. Am kommenden Wochenende erwartet Fischer eine deutliche Leistungssteigerung: "Wir bescheißen uns aktuell vor Glück. Erst kommen wir als Gruppen-Dritter weiter, und jetzt haben wir mit Essen-West 81, Niederbonsfeld und GTSV Essen eine machbare Konstellation. Jetzt müssen wir auch mal zupacken und zeigen, was wir drauf haben."

Anders geht da Fischers Kumpel und Vogelheim-Trainer Sascha Hense an die Zwischenrunde heran. Der VSV, der in der Bezirksliga um die Meisterschaft und den damit verbundenen Landesliga-Aufstieg kämpft, nimmt die Halle nicht so bierernst. "Wir haben in der Halle jetzt drei Mann, die sich verletzt haben. Das ist bitter. Wir wollen jetzt einfach nur Spaß haben und verletzungsfrei durch das Turnier kommen", erklärt Hense.

Eine echte Todesgruppe erwischte Vogelheims Liga-Konkurrent Winfried Kray. Die Mannschaft von Ibrahim Ramadan trifft auf den VfB Frohnhausen, ESC Rellinghausen und Tusem Essen. "Härter hätte es nicht kommen können. Das ist schon eine echte Killer-Konstellation. Aber wir haben Bock auf die Halle und wollen uns im Vergleich zur Quali-Runde und auch der Vorrunde steigern. Mal schauen, was da jetzt geht", sagt Ramadan, der hinzufügt: "Eigentlich bekommt jetzt mit der Rundumbande ein neues Turnier."

In diesem sind mit der SG Heisingen 15 sowie FC Alanya Essen und BV Eintracht 16 noch drei krasse Außenseiter mit dabei. Ramadan: "Da sieht man, dass letztendlich die Tagesform entscheidet. Fünf gute Spieler hat wirklich jede Mannschaft. Die Zuschauer dürfen sich auf ein spannendes Wochenende freuen."

Auf dieses freut sich auch ETB-Trainer Manfred Wölpper. Der Coach wurde am 29. November 60 Jahre alt und feiert am Samstag nach dem Testspiel beim TuS Haltern dieses runde Jubiläum mit seiner Mannschaft nach. "Ich habe die Jungs zu mir nach Hause eingeladen", verrät Wölpper. Deshalb wird er die U19 der "Schwatten" in der Zwischenrunde nicht beobachten können. Er sagt aber: "Ich habe mir die Quali angeschaut und von der Vorrunde berichten lassen. Das werde ich auch wieder von der Zwischenrunde tun. Die Jungs sollen Vollgas geben und den ETB Schwarz-Weiß so gut wie möglich präsentieren. Wir haben das alles auf dem Radar."

Die Essener Hallenstadtmeisterschaft ist eben ein prestigereiches Turnier, welches auch eine tolle Location wie den Stoppenberger Hallo-Park verdient hat.

Autor: Krystian Wozniak

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