Nahezu optimal verlief der 34. Berlin-Marathon für die beiden Wittener Triathleten Dirk Strothkamp und Wilfried Hofmann. Strothkamp überquerte nach 2:36:11 Stunden die Ziellinie und war damit schnellster Läufer aus dem Revier. Hofmann erzielte eine Netto-Zeit von 3:07:20 Stunden und verbesserte damit ebenfalls seine persönliche Bestmarke.

Marathon: Wittener Strothkamp unter Top 100

"Mir tut alles weh"

04. Oktober 2007, 22:18 Uhr

Nahezu optimal verlief der 34. Berlin-Marathon für die beiden Wittener Triathleten Dirk Strothkamp und Wilfried Hofmann. Strothkamp überquerte nach 2:36:11 Stunden die Ziellinie und war damit schnellster Läufer aus dem Revier. Hofmann erzielte eine Netto-Zeit von 3:07:20 Stunden und verbesserte damit ebenfalls seine persönliche Bestmarke.

Insofern hatten sich die Mühen der Vorbereitung für beide Läufer gelohnt. Strothkamp hatte sich nach einem Ermüdungsbruch im Frühjahr die nötigen Ausdauergrundlagen im Sommer auf gelenkschonende Weise geholt. Aus seinem Griechenland-Urlaub fuhr der 38-Jährige die knapp 3000 Kilometer mit dem Rad wieder nach Hause. Hofmann, der seit gut einem Jahr in Äthiopien lebt, trainierte in einer Höhe von 2.400 Meterm. „Bei den Tempoläufen hatte ich allerdings in der dünnen Luft große Probleme mit der Sauerstoffzufuhr“, gestalteten sich die Laufeinheiten schwieriger als erwartet.

„Meine Füße kann ich wohl heute wohl nicht mehr modellieren“, lachte Strothkamp nach dem erfolgreichen Rennen über das einzig kleine Manko des Marathon-Tages. Schon nach knapp zehn Kilometer hatte er sich eine Blase unter dem Fuß eingehandelt. „Aber sonst verlief der Lauf für mich bestens. Ich habe eine Super-Gruppe erwischt, in der einige Frauen drin waren, die jeweils ihre Pacemaker dabei hatten.“

Unter anderem gehörte dieser die Österreicherin Eva-Maria Gradwohl an, die letztlich Platz zehn bei den Frauen belegte. Daher konnte sich Strothkamp schnell aus dem Pulk der über 40.000 Starter absetzen. „Die ersten drei Kilometer waren in jeweils 3:30 Minuten eigentlich zu schnell, aber nachdem sich das Rennen nach der Anfangsphase etwas beruhigt hatte, dachte ich mir, dass Du in dieser Gruppe bis Kilometer 30 bleibst, egal, was passiert“, schildert er den Rennverlauf, zumal sich die Kilometerzeiten auf etwas über 3:40 Minuten einpendelten.

Dass diese Entscheidung genau die richtige war, zeigte sich auf den letzten zehn Kilometern. Nachdem sich Strothkamp nach den Verpflegungsstationen immer wieder an die Gruppe herangearbeitet hatte, ließ er – nicht ganz gentlemanlike - nach und nach die Damen stehen und setzte sich ab. Mit der Netto-Endzeit von 2:36:06 Stunden schaffte es der Läufer vom Triathlon Team Witten auf Platz 97 aller Starter und auf den 15. Platz unter den deutschen Teilnehmern.

Nicht ganz so freudestrahlend wie sein Freund hatte Wilfried Hofmann die Ziellinie überquert. „Mir tut alles weh“, war das Lachen etwas gequält, aber mit der neuen persönlichen Bestzeit war er natürlich zufrieden. „Das ist genau das, was meine Trainingszeiten hergegeben haben.“ Im Gegensatz zu den ersten schnellen Kilometern von Strothkamp hatte Hofmann zu Beginn mit den Massen zu kämpfen. „Die ersten zwei Kilometer konnte ich leider nur in 4:45 Minuten laufen“, war dem Architekten schnell klar, dass der Angriff auf die Drei-Stunden-Marke wohl nicht gelingen kann.

„Ich bin dann etwas schneller geworden, aber muskulär war letztlich nicht mehr drin“, war er nach dem Lauf dennoch glücklich. Bis zur Halbdistanz hatte er sich wieder auf eine Zeit von 1:30:12 Stunden gesteigert, doch in der zweiten Hälfte machte die Beinmuskulatur diese Geschwindigkeit nicht mehr mit und er musste kontinuierlich das Tempo drosseln.

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