Es klappt doch noch. Westfalia Herne hat mit dem 3:1 (2:1)-Auswärtserfolg in Bielefeld das Tal der Tränen durchschritten. Die Herner beendeten damit selbst ihre Krise und stürzten die kleine Arminia ins Chaos. Denn die DSC-Reserve muss den Traum vom Aufstieg nach dem verpatzten Start wohl schon zu den Akten legen.

Bielefeld II - Westfalia Herne 1:3

"Das ist die alte Westfalia"

04. Oktober 2007, 12:59 Uhr

Es klappt doch noch. Westfalia Herne hat mit dem 3:1 (2:1)-Auswärtserfolg in Bielefeld das Tal der Tränen durchschritten. Die Herner beendeten damit selbst ihre Krise und stürzten die kleine Arminia ins Chaos. Denn die DSC-Reserve muss den Traum vom Aufstieg nach dem verpatzten Start wohl schon zu den Akten legen. "Wir haben ein tolles Spiel gezeigt. Ich freue mich für die Elf, dass sie sich selbst belohnt hat", triumphierte Trainer Frank Schulz.

Während die Ostwestfalen mit hängenden Köpfen in die Kabine schlichen, feierten die Herner ausgelassen. "Wir haben wie eine Granate angefangen", triumphierte Sven Barton, der sich über die frühen Treffer von André Badur (7.) und Dennis Gidaszewski (20.) freute. Der Mittelfeld-Motor des SCW legte stolz nach: "Auch nach dem Gegentreffer haben wir uns nicht aus dem Konzept bringen lassen. Wir haben nichts zugelassen, waren sehr stark und hatten das Quäntchen Glück. Das war wieder die alte Westfalia. Wenn wir so weiter machen, brauchen wir keine Angst zu haben."

Dem konnte sein Teamkollege Michael Baum nur zustimmen: "Wir haben taktisch sehr gut agiert und zum richtigen Zeitpunkt die Tore erzielt." Der Abwehrrecke, der den verwandelten Strafstoß von David Kobylik verursachte (36.), machte seinem Keeper Christopher Ditterle beim Elfer keinen Vorwurf. "Da hat er mich verladen", ärgerte sich Ditterle selbst genug und legte nach: "Ansonsten standen wir hinten aber sehr sicher. Es war auch ganz wichtig, dass die Stürmer endlich mal getroffen haben."

Nach dem Anschluss witterten die Gastgeber zwar noch einmal Morgenluft, aber "wir hatten nach der Pause das Glück, nicht sofort wieder einen Gegentreffer zu kassieren", schnaufte Baum tief durch. "Arminia war fußballerisch sehr stark, aber wir haben sie nur bis zu unserem 16er kommen lassen. Danach war Endstation für die."
Nicht aber für Herne. Arben Tahiri krönte seine gute Leistung in der 75. Minute mit dem entscheidenden 3:1. "Jetzt haben wir die gute Leistung endlich auch mal über zwei Halbzeiten gezeigt", strahlte Baum wie ein Honigkuchenpferd. "Das war ein Arbeitssieg, der vollkommen verdient war." tr

Bielefeld: Riemer – Zech, Schmidt, Stadel, Rodenberg (46. Janic) - Jansen, Eigler, Trisic, Kobylik, Gersch (59. Stark) - Versick.
Herne: Ditterle – Seidel, Baum, Mustroph – Barton, Tahiri, Urban, Tersic (89. Freyni), Gidszewski – Badur (82. Firat), Kluy (65. Salli).

Schiedsrichter: Thorsten Joerend (Lübecke)
Tore: 0:1 Badur (7.), 0:2 Gidaszewski (20., Foulelfmeter), 1:2 Kobylik (36., Foulelfmeter), 1:3 Tahiri (75.).
Zuschauer: 370.

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