Martin Moczek erlebte mit dem SV Bommern 05 einen echten Sahne-Tag. Mit 8:1 fertigte das Team von Trainer Lars Kerwel den TuS Heven II im Wittener Stadtduell ab. Moczek traf dabei gleich fünf Mal ins Schwarze. In den 15 Minuten vor der Halbzeit gelang dem 21-Jährigen ein Hattrick.

Witten: Kreisliga A: Moczek trifft fünf Mal und scheitert vom Punkt

Höhepunkt die Bude aus 45 Metern

Felix Guth
01. Oktober 2007, 20:15 Uhr

Martin Moczek erlebte mit dem SV Bommern 05 einen echten Sahne-Tag. Mit 8:1 fertigte das Team von Trainer Lars Kerwel den TuS Heven II im Wittener Stadtduell ab. Moczek traf dabei gleich fünf Mal ins Schwarze. In den 15 Minuten vor der Halbzeit gelang dem 21-Jährigen ein Hattrick. "Der erste seit der Jugend", wie Moczek bemerkte. Die Feierstunde gegen Heven bestärkte ihn in der Ansicht, dass der Wechsel aus der Bezirks- in die Kreisliga kein Abstieg war.

Die Partie gegen Heven wird Moczek lange in Erinnerung behalten. Nach holprigem Start fand seine Mannschaft durch Sebastian Janeks 2:1 in die Partie. Es folgten die Hattrick-Minuten. "Ich wurde zweimal schön freigespielt, dazu habe ich mit meinem schwachen Fuß getroffen", erinnert sich der Wirtschaftwissenschafts-Student.

Der Höhepunkt seines Traum-Nachmittags war jedoch das sechste Bommeraner Tor. Als sich alle Spieler auf ein böses Foul an Sascha Wenzel konzentrierten, spielte Moczek einfach weiter - und hob den Ball aus 45 Metern über den Hevener Keeper hinweg in die Maschen. Nachdem ihm auch das 8:1 gelang, schien ein Elfmeterpfiff in der Schlussminute den Weg zum "Doppel-Dreierpack" zu ebnen. Doch Moczek scheiterte. "Schon ein bisschen ärgerlich", kommentierte der Wittener.

In der Jugend des FSV Witten lernte er von seinem fünften Lebensjahr an das Fußballspielen. Zwei Jahre kickte er in der Bezirksliga-Mannschaft des größten Vereins der Ruhrstadt mit. "Aber ich war verunsichert, habe mich wenig getraut", meint der Mittelfeldspieler. Der Wechsel an den Goltenbusch - der erste in seiner Karriere - erwies sich als Glücksfall.

Der Verein vermittelte ihm bei der Firma Völker einen guten Nebenjob. Zudem hält SVB-Trainer Lars Kerwel große Stücke auf den kleinen Mittelfeld-Spieler. "Ich darf auf dem Platz das machen, was ich denke", sagt Moczek. Hinzu komme eine "Super-Atmosphäre" unter den Mannschaftskollegen. Bislang hilft all das, um ihn zu besonderen Leistungen anzutreiben: Moczek gelangen in den ersten acht Spielen bereits sieben Treffer.

Autor: Felix Guth

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren