Das Match gegen den VfB Lübeck wäre am Samstag eher ein

BVB II: Lübeck-"Matsch" abgesagt

"Ein September-Ausfall ist schon ungewöhnlich"

tt
01. Oktober 2007, 08:37 Uhr

Das Match gegen den VfB Lübeck wäre am Samstag eher ein "Matsch" geworden: Nach heftigen Regenfällen von Freitag auf Samstag wurde die Regionalliga-Partie zwischen der Reserve von Borussia Dortmund und den Nordlichtern abgesagt.
"Die Lübecker waren schon einen Tag eher angereist, insofern ist es schon ärgerlich gewesen, unverrichteter Dinge wieder abzuziehen. Aber es wäre wirklich kein Fußball möglich gewesen", erklärte BVB-Trainer Theo Schneider.

Der schwarz-gelbe Linien-Chef: "Sicherlich ist ein September-Ausfall ungewöhnlich, aber wir hatten wirklich null Chance, zu spielen. Letzte Wochen haben wir noch darüber gemeckert, dass unser Rasenplatz so knüppelhart war. Das Wasser konnte nicht richtig abfließen, es standen Pfützen drauf, man war knöcheltief im Morast."

Dabei dachten die Verantwortlichen auch über den Tellerrand hinaus. "Man hätte wahrscheinlich über Wochen hinweg Probleme gehabt und durch ein Spiel viel kaputt gemacht. Es wäre ohnehin eine Glücks-Partie geworden. Wir nehmen jetzt am 10. Oktober einen neuen Anlauf."

Da am 11. Oktober der Länderpokal beginnt, ist das darauffolgende Wochenende spielfrei. Insofern kommen Dortmund und Lübeck um eine kraftraubende englische Woche herum. So ganz ungelegen kam Theo Schneider die Absage freilich nicht. "Wir hätten schon etliche Leute ersetzen müssen", zählt er seine Ausfaller durch, "Sahr Senesie, Christopher Nöthe, Mehmet Akgün und Patrick Njambe sind allesamt mit den Profis zum Auswärtsspiel beim Karlsruher SC gefahren."

Die Alternativen waren zum Teil noch nicht auf ihrem Top-Level. "Lars Ricken", merkt der Coach an, "befindet sich vielleicht bei 80 Prozent. Sebastian Tyrala hat drei Wochen nichts gemacht, Daniel Gordon sogar zwei Monate. Ich weiß nicht, wie wir das alles hätten kompensieren sollen. Es wäre schon eng geworden."

Auf der Bank hätten drei A-Jugendliche Platz genommen - keine optimalen Voraussetzungen, um in der starken Nord-Staffel zu punkten. Schneider: "Das ist keine JoJo-Liga, sicherlich kann man ein Mal improvisieren, aber auf Dauer wird das nicht gehen. Welche Reserve-Mannschaft gibt schon mehrere Spieler gleichzeitig an die Profis ab? Sonst ist es doch wohl eher umgekehrt."

Der Ex-Sölder nutzte die Gunst der Stunde, um sich den kommenden Auswärtsgegner RW Oberhausen beim Sieg in Ahlen anzusehen. "Das passte ganz gut, so konnte ich noch ein paar neue Eindrücke sammeln. Mein Co-Trainer Ingo Preuß hat parallel mit der Mannschaft auf Kunstrasen trainiert."

Autor: tt

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