Die Sportfreunde Katernberg marschieren in der Kreisliga A weiter vorneweg. Trotz zahlreicher Ausfälle behauptete die Mannschaft von Trainer Freddy Bartilla die Tabellenführung mit einem souveränen 2:0 (1:0)-Erfolg gegen den SV Borbeck. Die Gäste brachten den Aufstiegsfavoriten zu keinem Zeitpunkt ernsthaft in Verlegenheit, dafür jedoch ihren Trainer Siggi May auf die Palme:

Sportfreunde Katernberg - SV Borbeck 2:0 (1:0) (Ortstermin)

"Die hatten ja nicht eine Torchance"

Aaron Knopp
30. September 2007, 23:49 Uhr

Die Sportfreunde Katernberg marschieren in der Kreisliga A weiter vorneweg. Trotz zahlreicher Ausfälle behauptete die Mannschaft von Trainer Freddy Bartilla die Tabellenführung mit einem souveränen 2:0 (1:0)-Erfolg gegen den SV Borbeck. Die Gäste brachten den Aufstiegsfavoriten zu keinem Zeitpunkt ernsthaft in Verlegenheit, dafür jedoch ihren Trainer Siggi May auf die Palme: "Das war viel zu brav", schimpfte der Coach nach der Partie. Bartilla war hingegen "zufrieden" mit der Vorstellung seiner Truppe und "drohte" dem Rest der Liga sogar mit weiterem Steigerungspotenzial. [i]Ein Ortstermin.[/i]

Eine spielerische Glanzleistung legten die Sportfreunde keineswegs auf die Asche. Gegen vor allem offensiv völlig harmlosen Borbecker reichten ihnen bereits zwei lichte Momente, um das Match zu entscheiden. Sogar den Luxus eines vergebenen Elfmeters konnten sich die Hausherren genehmigen. "Die hatten ja nicht eine Torchance", zuckte der Katernberger Trainer die Schultern. Ein Manko, das auch SV-Trainer May nicht verborgen blieb. Vielmehr wurmte ihn jedoch das Defensiv-Verhalten einzelner Spieler: "Die Treffer sind jeweils nach individuellen Fehlern gefallen. Ich muss den Gegner nicht zum Toreschießen einladen."

Besonders in den ersten zwanzig Minuten gerieten die Gäste immer wieder unter Druck. Zunächst kam der stark aufspielende Sascha Fischer zwei Mal in aussichtsreicher Position zum Kopfball, konnte aber nicht verwerten. (10., 12.) Auch Sascha Hense konnte noch nicht die Führung herstellen. Zwar war der herausgeeilte SV-Keeper Dennis Magdeburg schon geschlagen, doch der Angreifer kam nicht mehr an den Ball - Tor-Aus. (30.) Erst zwei Minuten vor dem Pausenpfiff dann das erlösende 1:0. Einer von zahlreichen langen Bällen landete auf Fischers Kopf, seine Ablage verwertete Dustin Wisnewski.

Nach dem Wechsel blieben die Hausherren am Drücker, drängten auf die Entscheidung. Folgerichtig die nächste Großchance. Fischer kam im Strafraum zu Fall - Elfmeter für Katernberg. (49.) Statt der Entscheidung jedoch Aufwind für den Außenseiter - Magdeburg parierte Martin Fix' Strafstoß. "Nach dem Elfer waren wir eigentlich psychologisch im Vorteil, da müssen wir doch mehr draus machen", haderte SV-Coach May. Denn das Spiel plätscherte weiter dahin, den Gästen fehlten gegen die großgewachsenen Katernberger spielerisch und auch körperlich die Mittel. So schaukelte der Tabellenführer die Führung ohne großen Aufwand über die Zeit, schließlich besorgte Sven Gäbel noch das am Ende leistungsgerechte 2:0 (78.). Einziges "Highlight" auf Borbecker Seite: Sepehr Rajabpour musste mit Gelb-Rot vorzeitig vom Platz (80.).

"Uns fehlen ganz einfach die Führungsspieler, die auf dem Platz auch mal die Ärmel hochkrempeln und sagen: 'Hier geht's lang!', grantelte May nach dem Abpfiff. Sein Gegenüber war hingegen vollauf einverstanden mit der Leistung seiner Jungs: "Wir pfeifen eigentlich auf dem letzten Loch. Uns fehlen im Moment fünf Akteure, vier davon eigentlich Stammspieler. Dann ist klar, dass wir den Kampf annehmen müssen. Wenn wir den Elfmeter machen, gewinnen wir drei, vier zu null. So mussten wir dann natürlich bis zum Ende fighten. Ich hoffe aber, dass in vierzehn Tagen wieder alle mit an Bord sind." Vor allem die Rückkehr des Neuzugangs Hakan Albayrak sehnt Bartilla herbei: "Bisher hat er erst eine Halbzeit für uns gespielelt, aber er kann der überragende Mann der Liga werden."

Autor: Aaron Knopp

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