Zwei Dinge waren in der durchschnittlichen Bezirksliga-Begegnung zwischen Arminia Marten und dem SC Dorstfeld bezeichnend: Zum einen, dass der Aufsteiger trotz zahlreicher Ausfälle das fußballerisch bessere Team stellte und zum anderen, dass die Arminia zu sehr am Tropf von Thorsten Nilkowskis Standards hängt. „Wir spielen einfach zu statisch“, analysierte Trainer Jürgen Litzmanski treffend die momentane Verfassung seiner Mannschaft. Vor allem im zentralen Mittelfeld fehlen die Ideen und die Kreativität, so dass die Arminia in der Vorwärtsbewegung einfach zu leicht auszurechnen ist.[i] Ein Ortstermin[/i]

Bezirksliga 15: SC Dorstfeld verdienter 4:2-Sieger im West-Derby

Aufsteiger düpiert Etablierten

nh
30. September 2007, 19:16 Uhr

Zwei Dinge waren in der durchschnittlichen Bezirksliga-Begegnung zwischen Arminia Marten und dem SC Dorstfeld bezeichnend: Zum einen, dass der Aufsteiger trotz zahlreicher Ausfälle das fußballerisch bessere Team stellte und zum anderen, dass die Arminia zu sehr am Tropf von Thorsten Nilkowskis Standards hängt. „Wir spielen einfach zu statisch“, analysierte Trainer Jürgen Litzmanski treffend die momentane Verfassung seiner Mannschaft. Vor allem im zentralen Mittelfeld fehlen die Ideen und die Kreativität, so dass die Arminia in der Vorwärtsbewegung einfach zu leicht auszurechnen ist.[i] Ein Ortstermin[/i]

Ganz andere Sorgen plagten dagegen SC Dorstfeld-Coach Frank Truschko. „Ich wollte wenigstens etwas Routine in die Startelf bringen.“ So rechtfertigte der Coach seine eigene Aufstellung. Er beendete sein Engagement jedoch bereits nach 41 Minuten wieder zu Gunsten des schnellen Christian Stolze.[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/004/503-4549_preview.jpeg Hier war der Arbeitstag als Spieler für Frank Truschko zu Ende[/imgbox] Eine kluge Entscheidung, denn mit Stolze kam viel frischer Wind in die Offensivbemühungen des Gastes. Bis dahin war der gefährlichste Angreifer des heutigen Tages, Daniel Otto, zu sehr auf sich alleine gestellt und lief sich immer wieder gegen die erfahrenen Recken Malten und Metzelder fest. Doch mit der Hereinnahme von Stolze entstanden mehr Räume und auch Torchancen. Doch bis zur Pause gelang es den Gästen nicht mehr die Martener Führung durch Christian Heimann aus der 36. Spielminute zu egalisieren.

Erfolgreicher waren die Dorstfelder in Halbzeit zwei. Ein Doppelschlag durch Otto innerhalb von sechs Minuten machte aus einem 0:1-Rückstand eine 2:1-Führung (48./54). „Man hat gesehen, dass wir unbedingt gewinnen wollten“, kommentierte Truschko anschließend die Leistung seiner Elf und hatte dabei vor allem die ersten zehn Minuten nach der Halbzeit im Hinterkopf, in denen der Gast der Arminia mächtig einheizte.[imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/004/502-4548_preview.jpeg Der Ball segelt auf den Kopf von Christian Heimann[/imgbox] Hätte Daniel Jagla nach einem Nilkowski-Freistoß mit einem Eigentor nicht den Ausgleich markiert (60.), wäre der Sieg für den SCD sicher noch höher ausgefallen. So mussten die Dorstfelder diesen Schock erstmal verdauen. Als aber Adam Schloßarek wegen eines Nachtretens vom Platz flog (65.), bekam die Truschko-Elf in Überzahl wieder Oberwasser und spürte, dass an diesem Tag mehr drin war, als das Unentschieden.

Ein folgenschwerer Stellungsfehler des ansonsten guten Dennis Rensmann gab Christian Stolze die Gelegenheit, die engagierten Gäste erneut in Führung zu bringen. Etwas glücklich überwand der quirlige Stürmer Arminen-Schlussmann David Grochla (82.). Die Martener warfen jetzt alles nach vorne, ließen dabei aber jegliche Torgefahr vermissen und liefen prompt in einen Konter, den Jagla zum verdienten Endstand von 4:2 für Dorstfeld abschloss (90.).

Autor: nh

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