Glosse-Aus ist besiegelt

16.11.2017

Bommern trennt sich vom Trainer

Glosse-Aus ist besiegelt

Foto: Thomas Nitsche

Der Bezirksligist SV Bommern 05 und André Glosse gehen ab sofort getrennte Wege. Im Winter soll ein Nachfolger einen Neustart angehen.

Diese schlimme Klatsche hat das Fass offenbar zum Überlaufen gebracht. Nach dem 0:9-Debakel des SV Bommern 05 bei Aufsteiger BW Voerde trennten sich die Wittener von ihrem Trainer André Glosse. Ein Nachfolger für den früheren Stockumer soll in der Winterpause präsentiert werden. „Die Suche läuft bereits“, teilte der Verein am Mittwoch mit.

„Leider sind die beiderseits geplanten Ziele nicht erreicht worden. Mit diesem Schritt erhoffen sich alle Beteiligten, der Mannschaft nochmals einen Impuls zu geben, sich aus der akuten Abstiegsgefahr zu befreien“, lautet die offizielle Aussage des SVB-Vorstandes zur Ablösung von André Glosse, dem man die Entscheidung am Dienstag mitgeteilt habe, so dass sich dieser vor der Trainingseinheit noch von der Bezirksliga-Elf verabschieden konnte.

Erst im Sommer hatte Glosse sein Amt in der „Gaslock-Arena“ angetreten, stand aber sportlich vom Start weg aufgrund einer andauernden Negativserie unter Druck. Die Bommeraner verloren die ersten acht Partien am Stück, ehe es am 8. Oktober in Ergste mit einem 5:1-Erfolg den ersten Sieg zu feiern gab. Obwohl es den Grün-Schwarzen auch danach nicht gelang, eine gewisse Konstanz in den Punktspielen an den Tag zu legen, hielten die Clubverantwortlichen am Trainer fest, der sich durchaus selbstkritisch zeigte. „Wir hinterfragen unsere Arbeit jeden Tag - natürlich sind auch wir nicht zufrieden“, so Glosse etwa nach dem 0:1 gegen Wetter.

Mit zehn Punkten aus 14 Partien (davon zehn Niederlagen) ist die Lage der Bommeraner zwar durchaus prekär, der Klassenerhalt aber längst noch nicht abgehakt. Denn die SVB-Macher geben sich kämpferisch: „Wir wissen, woran wir derzeit sind. Wir wollen auf keinen Fall absteigen“, sagt Vorstandsmitglied Florian Brommer. „Dass wir in Voerde mit 0:9 verloren haben, lag aber sicher nicht am Trainer“, schiebt er hinterher.

Suche nach Gründen für die Krise

Im Gespräch mit den Verantwortlichen hatte André Glosse unlängst schon Bereitschaft signalisiert, nicht im Wege stehen und auf seinem Posten beharren zu wollen, wenn man sich für einen anderen Weg entscheide. „Mit einem solchen Verlauf der Saison haben wir nie gerechnet. Wir alle stellen uns die Frage, wo die Gründe lagen, ob André eine falsche Herangehensweise gewählt hat, ob es an der Fitness lag“, sagt Florian Brommer, der am Sonntag in Voerde selbst auf dem Platz stand, für die zweite deftige Abreibung nach dem 2:9 beim SSV Kalthof mehrere Erklärungen hatte. „Sicherlich war die Einstellung bei jedem Einzelnen nicht okay, dazu kam ein katastrophaler Rasenplatz, auf den wir so nicht vorbereitet waren.“ Das Training des Bezirksliga-14. wird bis zur Winterpause Co-Trainer Peter Mathea übernehmen. „Vier, fünf Punkte wollen wir bis dahin noch holen - dann beginnen wir neu.“

Autor: Oliver Schinkewitz

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