Ausgerechnet Zvjezdan Misimovic hat Pokalsieger 1. FC Nürnberg im Spiel bei seinem Ex-Klub VfL Bochum zumindest einen Punkt gerettet. Der Bosnier erzielte in der 81. Minute den Ausgleichstreffer des

Bochum und Nürnberg teilen torreich die Punkte

Misimovic' Stich ins VfL-Herz

sid/RS
29. September 2007, 17:23 Uhr

Ausgerechnet Zvjezdan Misimovic hat Pokalsieger 1. FC Nürnberg im Spiel bei seinem Ex-Klub VfL Bochum zumindest einen Punkt gerettet. Der Bosnier erzielte in der 81. Minute den Ausgleichstreffer des "Clubs" zum 3:3 (1:1) bei den Westfalen, konnte aber das sechste Spiel in Folge der Nürnberger ohne Sieg auch nicht verhindern. Während die Franken den Sprung aus der Abstiegszone verpassten, muss sich auch der VfL nach mittlerweile fünf Partien ohne "Dreier" nach unten orientieren.

Dennoch war Trainer Marcel Koller nicht unzufrieden. "Wichtig ist, dass wir zurückgekommen sind", sagte der Schweizer.

Vor 18.615 Zuschauern im Bochumer Stadion geriet der "Club" allerdings völlig unnötig in Bedrängnis. Die Gäste gingen zweimal durch den überragenden Peer Kluge (40., 60.) in Führung, kassierten aber postwendend durch schwere individuelle Fehler in der Abwehr den Ausgleich. Das 1:1 für den VfL erzielte Stanislav Sestak (43.), das 2:2 Marcin Mieciel (52.). Für das 3:2 der Westfalen sorgte erneut Sestak in der 66. Minute.

Wie schon in den meisten Begegnungen der laufenden Saison machten sich die Nürnberger ein gutes Spiel durch haarsträubende individuelle Fehler kaputt. In der ersten Halbzeit war die Gäste-Elf ballsicherer, aggressiver im Zweikampf und deutlich kombinationssicherer. Die widrigen Verhältnisse auf dem durch Nieselregen glatten Rasen überrannten die Nürnberger durch geschicktes Kurzpassspiel, wodurch die schon vor der Führung durch Kluges Abstauber unter anderem durch Andreas Wolf (39.) eine gute Möglichkeit hatten. Bochum hingegen wirkte schwerfällig und war in den Zweikämpfen alles andere als präsent.

Das Bild änderte sich zu Beginn des zweiten Durchgangs schlagartig. Der VfL war aggressiver und kam dadurch besser ins Spiel. Doch die Treffer fielen wie beim 0:1 durch Sestak, der nach Vorarbeit von Matias Concha aus drei Metern abstaubte, durch Nürnberger Fehler. Nachdem 1:2 durch Kluge setzte sich Mieciel im Nürnberger Strafraum gleich gegen drei Gästespieler durch, beim 3:2 stand erneut Sestak mutterseelenallein am langen Pfosten und brachte die Kugel über die Linie.

"Es geht mit kleinen Schritten vorwärts. Wir fahren jetzt nicht nach Hause und sind unzufrieden", sagte Gäste-Trainer Hans Meyer.

Autor: sid/RS

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