Die vier Klubs aus Bochum, Dortmund, Duisburg und Schalke stehen in der Bundesliga unter besonderer RS-Beobachtung. Nach jedem Match folgt die Einzelkritik. Wie schlagen sich die Kicker auf dem Weg zu den anvisierten Zielen? Hier erfahren Sie es! Heute mit dem 7.Spieltag.

Schalke: Einzelkritik gegen Duisburg

Westermann erneut tadellos

sb
27. September 2007, 19:05 Uhr

Die vier Klubs aus Bochum, Dortmund, Duisburg und Schalke stehen in der Bundesliga unter besonderer RS-Beobachtung. Nach jedem Match folgt die Einzelkritik. Wie schlagen sich die Kicker auf dem Weg zu den anvisierten Zielen? Hier erfahren Sie es! Heute mit dem 7.Spieltag.

Manuel Neuer (3): Wie schon gegen Bielefeld fast beschäftigungslos. Wäre beim Grlic-Freistoß an den Pfosten in der 48. Minute wohl zur Stelle gewesen. Hatte lediglich einen Mini-Wackler, als er Georgievs Schuss nach einer guten halben Stunde nicht festhalten konnte. Bekam in der 82. Minute den dritten Schuss aufs Tor. Das sagt alles.
Rafinha (3): Ließ hinten nichts anbrennen. Wartete in der ersten Halbzeit mit dem altbekannten Problem auf, dass seine Flanken meist zu kurz kamen. Steigerte sich mit zunehmender Spieldauer, dann kamen auch die Flanken besser.
Westermann (2-): Lieferte erneut eine tadellose Partie in der Innenverteidigung ab. Rettete nach einer Viertelstunde in höchster Not gegen den einschussbereiten Ishiaku. Tolles Stellungsspiel, kam wie immer fast ohne Fouls aus. Hielt sich aber mit Ausflügen nach vorne diesmal merklich zurück. Mladen Krstajic wird es schwer haben, ihn wieder aus der Startelf zu verdrängen.
Bordon (2-): Rutschte in der 24. Minute vor Klemen Lavric im Strafraum weg. Das hätte ins Auge gehen können. Das einzige Missgeschick des “Capitano”, dessen Einsatz wie immer vorbildlich war. Räumte mit Westermann alles gnadenlos ab. Holte sich nach knapp einer Stunde nach einem Zweikampf mit Ishiaku den gelben Karton ab.
Christan Pander (4-): Das war nicht sein Spiel. Lies sich einige Male von Tiffert düpieren. Dem Münsteraner unterliefen zudem ungewohnte Abspielfehler, zum Beispiel in der 28. Minute als er den Ball in der Vorwärtsbewegung vertändelte und eine Kontermöglichkeit der Duisburger einleitete. Hatte seine beste Szene beim nicht gegebenen Tor von Kevin Kuranyi, als er per Freistoß die Kugel mustergültig auf den Kopf des Stürmers legte.
Jermaine Jones (3): Rieb sich gegen den starken Georgiev auf, hatte einige Mühe den unbequemen Bulgaren zu bearbeiten. Kam dadurch erst in der Schlussphase zu guten Offensivszenen. Sah in der 29. Minute nach einer Grätsche zum Ball gegen Grlic bereits seine dritte gelbe Karte.
Fabian Ernst (2): Andreas Müller fordert bereits die Rückkehr des Ex-Bremers in die Nationalmannschaft. Liefert in dieser Saison eine Glanzleistung nach der anderen ab. Ist in seinem Schädel eigentlich ein Ballmagnet eingebaut? Wie magisch zog er am Dienstag bei ruhenden Bällen die Pille an sich. Fast alle Eckbälle und Freistöße der Duisburger landeten auf Fabes Kopf. Ist die zentrale Absicherung im erfolgreichen 4-4-2 System. Spielte zudem vor dem 0:2 durch Kuranyi einen Superpass auf Peter Lövenkrands in die Tiefe.
Zlatan Bajramovic (3+): Er und Jermaine Jones neben Ernst, das passt einfach. Hätte nach einer Viertelstunde frei vor dem Tor lieber drauf halten sollen, anstatt quer zu schieben. Bediente bei einem Traumkonter in der 58. Minute mustergültig Halil Altintop.
Ivan Rakitic (3+): In der ersten Halbzeit bis auf ein Schüsschen ohne Szenen, drehte der Schweizer mit zunehmendem Platz in der zweiten Hälfte auf. Ganz große Kunst sein Zuckerzuspiel auf Jones, als er den Ball auf kürzestem Raum zwischen Mihai Tararache und Pablo Caceres hindurch lupfte.
Halil Altintop (2): Erlöste sich mit seinem frühen 1:0 in einer großen Drucksituation selbst von seinen Qualen. Dieses Spiel könnte ein Meilenstein in seiner Karriere gewesen sein. Bewegte sich unheimlich viel, riss durch seine Rochaden ständig Löcher in die Deckung des MSV. Wurde mit zunehmender Spieldauer immer ballsicherer. Bediente nach einer knappen Stunde mustergültig den völlig frei stehenden Kuranyi und wurde von den Fans nach seiner Auswechslung mit Sprechchören gefeiert.
Kevin Kuranyi (3+): Zum Haare raufen. Dass sein Kopfballtor wegen hauchdünnem Abseits nicht gegeben wurde, war Pech. Brauchte aber danach erneut drei Großchancen, um das Spiel mit dem 0:2 zu entscheiden. Kämpferisch 1a.

Autor: sb

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