Frauen

SGS will in Sand nicht ins offene Messer laufen

Benedikt Burgmer
29. September 2017, 19:11 Uhr
Foto: Tillmann

Foto: Tillmann

Die Gastgeber lauern auf Konter. SGS stellt Abwehr wohl wieder um.

Die SGS Essen steht am vierten Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga vor einer richtungsweisenden Aufgabe: Am Sonntag (11 Uhr) ist die Elf von Trainer Daniel Kraus beim SC Sand zu Gast. Um den Anschluss an das angestrebte obere Mittelfeld der Tabelle zu halten, müssten die Essenerinnen mindestens einen Punkt mitbringen. „Natürlich spüren wir Druck. Aber den wollen wir so immer haben“, erklärt der 33-Jährige, der in dieser Woche die 1:2-Niederlage gegen Hoffenheim intensiv aufgearbeitet hat.

„Im Spiel nach vorne brauchen wir mehr Struktur. So, wie wir es in den 15 Minuten nach der Pause auch gut gemacht haben“, analysiert Kraus. Davor und danach aber fehlte es deutlich an Bewegung und Ideen. Mit der Einwechslung von Nicole Anyomi trat Besserung ein. Vor allem im Zusammenspiel mit Linda Dallmann. So entstand letztlich auch der Anschlusstreffer.

Im Spiel nach vorne brauchen wir mehr Struktur!
Daniel Kraus

„Wir müssen noch mehr Mut in Richtung Tor zeigen und uns mehr Torchancen herausspielen“, fordert Dallmann. Allerdings dürfte Sand ein ähnlich unbequemer Gegner wie Hoffenheim werden. Defensiv steht der SC kompakt und lauert auf Konter. Dazu gilt der Gastgeber körperlich als sehr robust. „Zurecht standen sie in den vergangenen beiden Jahren im DFB-Pokalfinale“, meint Essens Spielgestalterin. „Wir müssen dagegenhalten.“

Gut möglich, dass Kraus erstmals Nicole Anyomi und Lea Schüller in die Startelf beruft. Anyomi hat ihre Sache gegen Hoffenheim gut gemacht und dürfte als zentrale Angreiferin für mehr Torgefahr sorgen. Schüller sieht Kraus aufgrund ihrer Schnelligkeit derzeit eher auf der Außenbahn. Eine weitere Umstellung wird es wohl in der Viererkette geben: Irini Ioannidou ist nach überstandener Knieblessur wieder einsatzbereit.

So würde die SGS im vierten Spiel zum vierten Mal in neuer Abwehr-Formation auflaufen. Sara Doorsoun habe man zuletzt noch etwas die fehlende Spielpraxis angemerkt, doch Kraus plant mit der Nationalspielerin auch langfristig in der Innenverteidigung. Um den Platz neben ihr streiten sich derzeit Marina Hegering, Lena Ostermeier und Isabel Hochstein. Wenn dann auch noch Nina Brüggemann wieder genesen ist, droht hier ein Luxusproblem.

Autor: Benedikt Burgmer

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren