Die Transferwirren um Emre Mor stehen vor einem Abschluss: Er wechselt aller Voraussicht nach in die Primera Division.

BVB

Emre Mor vor Wechsel in die Primera Division

Sebastian Weßling
28. August 2017, 19:03 Uhr
Foto: firo

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Die Transferwirren um Emre Mor stehen vor einem Abschluss: Er wechselt aller Voraussicht nach in die Primera Division.

Emre Mor steht vor dem Wechsel von Borussia Dortmund zu Celta Vigo. Das bestätigte sein Berater dieser Redaktion: „Perfekt ist es noch nicht aber wir sind auf der Zielgeraden“, sagte Bektas Demirtas. „Es müssen noch wenige Details geklärt werden.“

Mor war erst vor einem Jahr für 9,5 Millionen Euro vom FC Nordsjaellend zum BVB gekommen. „Emre Mor ist ein hochveranlagter und in der Offensive vielseitig einsetzbarer junger Spieler mit riesigem Entwicklungspotenzial“, erklärte Sportdirektor Michael Zorc damals.

Inzwischen aber ist man beim BVB nicht mehr von diesem Entwicklungspotenzial überzeugt und hält den 20-Jährigen trotz des Abgangs von Ousmane Dembélé für verzichtbar. Zu eigensinnig spiele er oft, zu selten treffe er die richtigen Entscheidungen, zu wenig habe er sich in dem einen Jahr entwickelt, ist aus dem Klub zu hören. Der BVB soll für Mor nun 13 Millionen Euro kassieren.

In den Planungen von Trainer Peter Bosz spielte Mor keine Rolle mehr, zuletzt wurde er nicht in den Kader berufen – obwohl André Schürrle und Marco Reus verletzt fehlten und Dembélé suspendiert war. Es ist das vorläufige Ende einer Transfergeschichte voller Irrungen und Wirrungen, die schon seit längerem anhält. Am Sonntag noch sprach vieles für einen Wechsel zum FC Turin, der aber trotz intensiver Gespräche nicht zustande kam. Schon vor einigen Wochen war ein TRansfer zu Inter Mailand so gut wie sicher, der BVB verzichtete sogar darauf, Mor mit aufs Mannschaftsfoto zu nehmen. Doch das Geschäft platzte – über die Gründe gibt es unterschiedliche Darstellungen: Italienische Medien berichteten, Mors damalige Berater hätten Forderungen gestellt, die die Klubs nicht erfüllen wollten.

Bariz Soofidazeh, einer der Ex-Berater, sagte aber dem Portal „FussballTransfers“: „Wir waren uns mit Inter einig. Kurz darauf haben sie dann Vertragsinhalte geändert.“ Der Klub habe plötzlich „absurde Forderungen“ gestellt, unter anderem sei das Gehalt sei von netto auf brutto geändert worden. „Jedes Mal, wenn wir uns geeinigt hatten, kam der chinesische Besitzer und hat nachgekartet. Dass der Transfer geplatzt ist, lag einzig an Inter“, sagte er.

Autor: Sebastian Weßling

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