Der Landesliga-Knaller des Wochenendes steigt in Duisburg, wo TuRa 88 am Sonntag auf dem Kammerberg den Verfolger aus Oberhausen erwartet. Das Sommermärchen kann weitergehen. Am letzten Sonntag sorgte Torwart-Trainer Wachs für den sechsten Sieg in Folge. Trainer Ralf Kessen lag mit Grippe flach, „Co“ Achim Pelzer erholte sich im Krankenhaus von seiner Knie-OP. „Wir sollten immer mit Frank gegen Adler spielen, dann gewinnen wir wenigstens – bisher haben wir in Osterfeld nämlich noch nicht gesiegt“, schmunzelt Kessen.

TuRa 88 / RWO II: Party-Stimmung und „kommende Rückschläge“

„Gesicht nicht ganz verändern“

agcb
21. September 2007, 21:08 Uhr

Der Landesliga-Knaller des Wochenendes steigt in Duisburg, wo TuRa 88 am Sonntag auf dem Kammerberg den Verfolger aus Oberhausen erwartet. Das Sommermärchen kann weitergehen. Am letzten Sonntag sorgte Torwart-Trainer Wachs für den sechsten Sieg in Folge. Trainer Ralf Kessen lag mit Grippe flach, „Co“ Achim Pelzer erholte sich im Krankenhaus von seiner Knie-OP. „Wir sollten immer mit Frank gegen Adler spielen, dann gewinnen wir wenigstens – bisher haben wir in Osterfeld nämlich noch nicht gesiegt“, schmunzelt Kessen.

Doch der Serien-Erfolg hatte auch „negative“ Folgen für den Duisburger Chef Coach. Kessen: „Vor der Saison habe ich aus Flachs gesagt, wenn die Jungs alle sechs Auftaktmatches gewinnen, dann schmeiße ich eine Party – die ist jetzt am freien Spielwochenende bei mir im Haus im Partykeller mit Getränken und Buffet fällig“.

Und Party ist derzeit das Stichwort bei den 88ern: Unter der Woche siegte das Team („Beste Mannschaft“) und Stürmer Dejan Lazovic („Bester Stürmer“) bei den RevierSport-Wahlen des Monats August. Zudem gewann Pressesprecher Detlef Zaplata auch bei einem RS-Gewinnspiel und konnte zwei Schalke-Bielefeld-Tickets abgreifen. Da dürfte der nächste Erfolg gegen RWO II – zumindest was die Erfolgswelle angeht – ein leichtes sein. „Wir haben zwar in den letzten Wochen alles gewonnen, aber nicht immer gut Fußball gespielt. Die Rückschläge werden kommen“, mahnt Kessen zur Vorsicht, „trotzdem kann ich den Jungs keinen Vorwurf machen. Alle gehen an ihre Leistungsgrenze, dazu zähle ich auch die ganzen Neuverpflichtungen, die sich wunderbar ins Team fügen.“

Genauso wie die Duisburger Akteure brennt auch die Zweitvertretung der Kleeblätter auf die bevorstehenden 90 Minuten, schließlich will man den Gastgeber in der Tabelle nicht enteilen lassen. „Wir haben uns die gute Ausgangslage erkämpft“, freut sich RWO-Coach Günter Abel, „aber TuRa ist ein sehr guter Gegner, ich habe sie selber gesehen, in der Offensive sind sie klasse besetzt.“ 18 Tore sprechen eine deutliche Sprache. Kessen: „Und die wurden fast alle von Stürmern erzielt. Ein Verdienst unserer hervorragenden Angriffs-Abteilung.“

Außerdem steht die Duisburger Abwehr – wie auch die Oberhausener Defensive – mit bisher nur jeweils drei Gegentreffern sattelfest. Und unterschätzen darf man die „Roten Teufel“ sowieso nie. Abel: „Wir dürfen sie auf keinen Fall spielen lassen, denn wir müssen dort etwas holen.“ Sonst wächst der Vorsprung auf acht Zähler an und TuRa eilt davon.
Vermutlich wird RWO wieder mit Unterstützung der ersten Elf, die an diesem Wochenende spielfrei hat, ins H.-W. Gerlach Stadion reisen.

Drei bis vier Kicker (Monir Ibrahim, Lukas Fronczyk, Thomas Schlieter und Ahmet Delic) stehen zur Auswahl, obwohl Abel betont: „Das ganze Gesicht werden wir sicher nicht verändern, so etwas bringt gar nichts. Wichtig ist, dass die Jungs, die runter kommen, auch richtig Spaß haben und sich Selbstvertrauen für kommende Aufgaben holen wollen.“ Das kann TuRa nur recht sein. „Mit jedem Spieler, der von oben kommt, steigt unsere Motivation noch weiter. Aber selbst, wenn Abel mit der Landesliga-Truppe aufläuft, sind da genügend Top-Spieler mit dabei“, erklärt Kessen.

Am Ende der Leistungsgrenze sind auch die Oberhausener noch nicht angekommen. „Bei 100 Prozent sind wir noch nicht, aber wir sind auf dem richtigen Weg. Wir müssen dahin kommen, den Gegner auch mal richtig zu beherrschen ohne Angst zu haben. Denn wir bringen uns noch immer wieder selber in Schwierigkeiten“, resümiert Abel.

Autor: agcb

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