Knapp 200 Spieler aus Werkstätten für Menschen mit Behinderung ermittelten am vergangenen Wochenende den Sieger im „Bundeswettbewerb Fußball“. 16 Bundesländer entsendeten hierfür ihre Landessieger in die Sportschule Wedau, wo bereits am Donnerstag die Eröffnung der achten Auflage des renommierten Turniers feierlich begangen wurde (ReveirSport online berichtete). Der Geschäftsführer der Sepp Herberger Stiftung Manuel Neukirchner verwies nach einer rundum gelungenen Veranstaltung erneut auf die integrative Wirkung und den besonderen Stellenwert der Meisterschaft im deutschen Behindertensport.

Bundeswettbewerb Fußball der Behinderten-Werkstätten

Recklinghausen wird Favoritenrolle gerecht

tw
20. September 2007, 23:37 Uhr

Knapp 200 Spieler aus Werkstätten für Menschen mit Behinderung ermittelten am vergangenen Wochenende den Sieger im „Bundeswettbewerb Fußball“. 16 Bundesländer entsendeten hierfür ihre Landessieger in die Sportschule Wedau, wo bereits am Donnerstag die Eröffnung der achten Auflage des renommierten Turniers feierlich begangen wurde (ReveirSport online berichtete). Der Geschäftsführer der Sepp Herberger Stiftung Manuel Neukirchner verwies nach einer rundum gelungenen Veranstaltung erneut auf die integrative Wirkung und den besonderen Stellenwert der Meisterschaft im deutschen Behindertensport.

„Der Bundeswettbewerb ist ein Turnier, das wir bewusst im Bereich des Breitensports ansiedeln. Es ist aber auch angedacht, das Konzept in Zusammenarbeit mit unseren Partnern weiter zu entwickeln.“ Gerade hinsichtlich eines Unterbaus für die Nationalmannschaft der Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen sei die Veranstaltung für Sichtungen bestens geeignet, bestätigte DBS-Referent Ralf Kuckuck.
Der von der Sepp-Herberger-Stiftung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gemeinsam mit dem Behindertensportverband (DBS), der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (BAG:WfbM) und Special Olympics Deutschland durchgeführte Wettkampf bot neben dem sportlichen Geschehen auch reichlich Abwechslung neben dem Platz. DFB-Physiotherapeuten gaben Tipps in Sachen Fitness, der neue Trainer der Nationalmannschaft für Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen, der Ex-Schalke- und MSV-Profi Schacht, stellte sich vor, DFB-Trainer Dieter Eilts bat zur Gesprächsrunde. Außerdem besuchten alle Teams das Bundesligaspiel Bayer Leverkusen gegen den VfL Bochum, nach dem auch der Ex-FIFA-Schiedsrichter Dr. Helmut Fleischer viele Fragen beantwortete.
Sportlich legte das hochfavorisierte Team der Recklinghäuser Werkstätten einen Durchmarsch hin. Mit nur einem Gegentreffer bei sieben Siegen und einem Unentschieden wurden die Kicker um Nationalspieler Tufan Civelek unangefochten Bundessieger. „Recklinghausen - Deutscher Meister“ sangen die Spieler freudetrunken um Trainer Gisbert Schugall nach dem entscheidenden 1:0-Erfolg über die Kappelner Werkstätten aus Schleswig Holstein. Der Linienmann der Diakonie Recklinghausen legte hingegen beschwörend den Zeigefinger auf die Lippen. „Deutscher Meister dürfen wir uns ja offiziell nicht nennen, aber trotzdem fühlen wir uns so“, schmunzelte Schugall nach dem mittlerweile vierten Triumph beim Bundeswettbewerb nach 2003, 2004 und 2005.

Autor: tw

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