Nur scheinbar gehen die Dortmunder Kreisligen derzeit im Kampf um die Spitze ihren erwarteten Gang. Die größte Überraschung der ersten sechs Spieltage steht in Gruppe 2 bereit: Die SF Sölderholz belegen als Neuling Platz zwei, punktgleich mit dem großen Aufstiegsfavoriten BSV Schüren. Die rasante Berg- und Talfahrt der vergangenen zwei Jahre führt derzeit in ungeahnte Höhen.

Dortmund: SF Sölderholz mischt als Neuling die Kreisliga A auf

Nach dem Umweg auf steilem Kurs nach oben

Felix Guth
20. September 2007, 11:17 Uhr

Nur scheinbar gehen die Dortmunder Kreisligen derzeit im Kampf um die Spitze ihren erwarteten Gang. Die größte Überraschung der ersten sechs Spieltage steht in Gruppe 2 bereit: Die SF Sölderholz belegen als Neuling Platz zwei, punktgleich mit dem großen Aufstiegsfavoriten BSV Schüren. Die rasante Berg- und Talfahrt der vergangenen zwei Jahre führt derzeit in ungeahnte Höhen.

Im Umfeld der Sportfreunde übt man sich aber trotz des Höhenflugs in Gelassenheit. "Platz zwei ist eine Momentaufnahme. Es geht für uns weiter nur um den Klassenerhalt", erklärt der Vereinsvorsitzende Thomas Walter. Gleichzeitig sieht er in den fünf Siegen eine erfreuliche Bestätigung des Weges, den das Präsidium in den vergangenen eineinhalb Jahren einschlug.

Nach dem A-Liga-Abstieg im Sommer 2006 befand sich der Verein sportlich phasenweise auf Crash-Kurs. Der direkte Wiederaufstieg schien in weiter Ferne, als Trainer Reinhard Schulte im März das Handtuch warf. Doch die Dinge entwickelten sich unverhofft in die andere Richtung.

Durch einen engen, langjährigen Kontakt gewann Thomas Walter die Dienste von Thomas Biller für den Verein. Der Dortmunder "Landesliga-Veteran" und Oberliga-Kicker in Oestrich kam als eine Art Sportlicher Leiter nach Sölderholz. Von außen unterstützte er fortan Spielertrainer Stefan Mondabon, ein "Sportfreunde-Urgewächs". Durch den "prominenten" Namen steigerte sich nicht nur die Trainingsbeteiligung wieder, Biller schob auch im Umfeld des Klubs einige Dinge an. "Die Auslastung bei der Bandenwerbung ist von zehn Prozent auf fast 100 Prozent gestiegen", berichtet Thomas Walter stolz. "Auf der Bergeshöhe", wie sich die Aschenplatz-Heimat des Vereins fast poetisch nennt, kann man sich zurzeit wieder sehen lassen.

Spielertrainer Mondabon schaffte mit der jungen Mannschaft die Rückkehr in die A-Liga über den "Umweg" der Relegation. Wenn der Sprung in diese Hoffnungsrunde auch nur durch den immensen Punktabzug des SSV Hacheney möglich gemacht wurde - in der Vierer-Gruppe um einen weiteren A-Liga-Platz behielt Sölderholz die Nerven.

[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/004/452-4498_preview.jpeg Aufsteiger! Sölderholz meisterte die Relegation[/imgbox]"Wir gehen weiter den Weg der Jugend", erklärt der Vereinsvorsitzende. Spieler wie Mirko Liss, Jan Phillipp-Trappe, Spielgestalter Mike Korzak und Stammkeeper Christopher Ender seien die Zukunft des Klubs. "Daran werden wir uns in drei Jahren messen lassen", denkt Walter eher in langfristigen Dimensionen.

Autor: Felix Guth

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