Zweites Spiel, zweiter Sieg. Rückkehrer Zole Jankovic, der den aus gesundheitlichen Gründen abgetretenen Sergio Allievi ablöst, kann nach dem heutigen 5:0-Erfolg über den Kirchhörder SC einen Einstand nach Maß beim Türkspor Karadeniz Herne feiern. Eine Woche reichte dem Coach, um den Erfolg zurück zur Bladenhorsterstraße zu bringen und das Punktekonto mit sechs wichtigen Zählern aufzustocken. Das Heimteam war in einer einseitigen Partie die bestimmende Mannschaft, hatte es aber auch mit einem schwachen Gegner zu tun. [b]Ein Ortstermin[/b]

Bezirksliga 15: TSK Herne fegt den Kirchhörder SC mit 5:0 vom Platz

„Acht Tore wären noch besser gewesen“

Desirée Kraczyk
16. September 2007, 19:26 Uhr

Zweites Spiel, zweiter Sieg. Rückkehrer Zole Jankovic, der den aus gesundheitlichen Gründen abgetretenen Sergio Allievi ablöst, kann nach dem heutigen 5:0-Erfolg über den Kirchhörder SC einen Einstand nach Maß beim Türkspor Karadeniz Herne feiern. Eine Woche reichte dem Coach, um den Erfolg zurück zur Bladenhorsterstraße zu bringen und das Punktekonto mit sechs wichtigen Zählern aufzustocken. Das Heimteam war in einer einseitigen Partie die bestimmende Mannschaft, hatte es aber auch mit einem schwachen Gegner zu tun. [b]Ein Ortstermin[/b]

„Wir haben das Spiel bereits in der ersten Halbzeit verloren“, stellte Olaf Muschal, Trainer des Kirchhörder SC nach dem Aufeinandertreffen richtig fest, denn vor der Pause stand es bereits 3:0. Die Platzherren zeigten ihrem Gegner von der ersten Minute an, wer hier die drei Punkte abstauben wollte. Direkt nach dem Anpfiff sorgte der insgesamt überzeugende Daniel Zahn für die erste Torchance. Es lag nicht an der Abwehrleistung der Gäste, sondern an der Verwertung der Möglichkeiten, dass es bis zu 22. Minute dauerte, bis Yannick Ohler das erste Mal hinter sich greifen musste. Bülent Karabal sorgte für die verdiente Führung seines Teams. Nach dem richtungsweisenden Beginn verlagerte sich die Begegnung immer weiter in eine Hälfte, der Kirchhörder SC hatte kaum etwas entgegenzusetzen. In der 30. Minute stand Fihret Sadin genau richtig und verwandelte zum 2:0, bevor kurz vor dem Pausenpfiff Zahn völlig freistehend das Zwischenergebnis weiter erhöhen konnte.

„Wir waren einfach zu schwach, sind nicht in die Zweikämpfe gegangen und haben das Mittelfeld überhaupt nicht in den Griff bekommen“, protokollierte Muschal. Sein Trainerkollege Jankovic appellierte in der Halbzeitansprache an die Torausbeute: „Ich habe den Jungs gesagt, dass sie ihre Chancen noch besser verwerten müssen.“ Diese Vorgabe zeigte ihre direkte Wirkung.

Nach einem Foul kurz vor der Strafraumgrenze durfte sich der Freistoß-Spezialist Bahadir Polat nach einem sehenswerten Lupfer über die Abwehrmauer in die Torjägerliste eintragen. Der Kirchhörder SC blieb auch weiterhin weitestgehend chancenlos. Erwähnenswerte Möglichkeiten hatte lediglich Sven Tenbrink, der aber immer wieder am Ziel vorbeischoss. Ab der 68. Spielminute musste das Heimteam mit einem Mann weniger auskommen. Balci Cengiz wurde nach wiederholtem Foulspiel vom Platz geschickt. „Das war eine unnötige gelb-rote Karte“, ärgerte sich Jankovic über dieses Vorkommnis. In Überzahl kam der Kirchhörder SC endlich mehr zum Zug. Das Aufbäumen kam allerdings zu spät. So blieb es Polat vorbehalten, zeitgleich mit dem Abpfiff auf 5:0 zu erhöhen.

„Mit dem Ergebnis muss man zufrieden sein, aber wer mich kennt, weiß, dass ich nie völlig überzeugt bin. Wir hätten noch mehr Druck ausüben müssen und in den letzten 15 Minuten wurde wieder die taktische Unordnung deutlich“, erzählt TSK-Coach Jankovic und ergänzt: „Ein 8:0 hätte uns außerdem einen psychologischen Vorteil für das Spiel nächste Woche gegen den Spitzenreiter Wacker Obercastrop gebracht.“ Muschal will dagegen nach der schlechten Vorstellung seiner Mannschaft noch nicht schwarz sehen: „Wir haben viele junge Leute. Es wird eine schwierige Saison für uns, aber ich denke, dass wir den Klassenerhalt wieder schaffen werden.“

Autor: Desirée Kraczyk

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