Es wird immer bitterer für die TSG. Vorläufiger Tiefpunkt der Saison: Die 1:3-Heimpleite gegen Gütersloh. So langsam wachsen in Trainer-Neuling Robert Wasilewski die Zweifel, ob es der richtige Schachzug war, die alleinige Leitung in Sprockhövel zu übernehmen:

Sprockhövel: "Richtiger Schlag in die Fresse"

Krisensitzung bei der TSG

md
14. September 2007, 22:37 Uhr

Es wird immer bitterer für die TSG. Vorläufiger Tiefpunkt der Saison: Die 1:3-Heimpleite gegen Gütersloh. So langsam wachsen in Trainer-Neuling Robert Wasilewski die Zweifel, ob es der richtige Schachzug war, die alleinige Leitung in Sprockhövel zu übernehmen: "Die Vorbereitung ist sehr hektisch und chaotisch verlaufen, das war alles andere als optimal. Und natürlich hätte ich gerne noch zwei bis drei gestandene Kicker bekommen, das war mit unseren Mitteln nur nicht möglich. Ich habe mich trotzdem für diese Aufgabe entschieden und stehe jetzt auch dazu."

Doch man hört aus der Stimme des 37-Jährigen die Verzweiflung aufgrund der Pleitenserie heraus: "Unsere letzte Partie war ein richtiger Schlag in die Fresse. Aber das war das erste Mal, dass meine Truppe nicht auf dem Platz war. Davor fehlte uns häufig einfach das Glück im Abschluss."

Zu allem Überfluss kassierte Neuzugang und Hoffnungsträger Anthony Yeboah, der dieses Manko eigentlich beheben sollte, gegen Gütersloh nur vier Minuten nach seinem 1:2-Anschlusstreffer die Rote Karte, wird dem Club für vermutlich vier Wochen fehlen. "Er war frustriert, trotzdem war das natürlich eine dumme Aktion von ihm, die uns nun sehr schwächt", zeigt der Linienchef wenig Verständnis für das Auftreten seines Stürmers.

Als Reaktion auf die miserable Mannschaftsleistung setzte Wasilewski eine Krisensitzung an. "Ich habe dort viele Dinge angesprochen, die mir nicht gefallen haben. Einige Akteure müssen sich fragen, ob es für sie Sinn macht, überhaupt noch für uns aufzulaufen", redet sich der frühere Wuppertaler in Rage, und man merkt, wie nah ihm der Niedergang "seines" Vereins geht.

Doch große Umbesetzungen in der ersten Elf wird es vorerst nicht geben. Der Trainer: "Gerade von den älteren Jungs, mit denen ich noch zusammen gespielt habe, erwarte ich viel mehr. Sie müssen jetzt gegen Schermbeck Zeichen setzen und zeigen, dass sie die Mannschaft aus der Krise führen können."

Autor: md

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