Mit einem Sieg in Freiburg kann Schalke an die Europa-League-Plätze herankommen. Aber Manager Heidel weiß: Zweimal wurde eine Chance verpasst.

Bundesliga

Schalke rüstet in Freiburg zur letzten Attacke

Manfred Hendriock
06. Mai 2017, 11:07 Uhr
Foto: Firo

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Mit einem Sieg in Freiburg kann Schalke an die Europa-League-Plätze herankommen. Aber Manager Heidel weiß: Zweimal wurde eine Chance verpasst.

Der Kapitän gibt Grünes Licht, und auch sonst stehen die Zeichen auf Attacke: Mit dem zuletzt im Training etwas angeschlagenen Benedikt Höwedes geht Schalke in das Spiel am Sonntag (17.30 Uhr) beim SC Freiburg, das Markus Weinzierl wie ein Endspiel betrachtet: „Ab jetzt geht es um Alles“, sagt der Trainer, und Manager Christian Heidel ergänzt: „Wir haben noch die Chance, die Saison ein bisschen zu drehen.“ Drei Spiele vor Saisonschluss wittert Königsblau noch einmal die Gelegenheit, nahe an die Europa-League-Plätze heran zu kommen.

Das klare Ziel: Freiburg überholen

Die Rechnung von Weinzierl umfasst zunächst nur das Abfangen des SC Freiburg, der sich in den vergangenen Wochen ständig im Dunstkreis der internationalen Plätze aufgehalten hat. Schalkes Trainer rechnet: „Wenn wir gewinnen, sind wir vor Freiburg – das ist das klare Ziel.“ Derzeit hat der Aufsteiger drei Punkte mehr, aber Schalke hat das deutlich bessere Torverhältnis (plus 7 gegenüber minus 17). Wenn Schalke am Sonntag vorbei zieht, wären die Blauen vor den beiden abschließenden Spielen zu Hause gegen Hamburg und dann in Ingolstadt zumindest in Schlagdistanz zur Europa League.

Für die letzte Attacke dieser Saison hat Schalke unter der Woche noch einmal alle Kräfte gebündelt: Weil das Halbfinale der aktuellen Europa-League-Saison ja leider aus dem königsblauen Terminplan gerutscht ist, konnten sich die angeschlagenen Spieler regenerieren – deswegen hatte Weinzierl am Freitag auch keine Bedenken, was den Einsatz von Benedikt Höwedes oder auch Sead Kolasinac betrifft. Zweiter Innenverteidiger neben Höwedes wird entweder Holger Badstuber (nach Fieber wieder im leichten Training) oder Matija Nastasic (nach Wadenproblemen wieder fit). Als rechter Verteidiger bietet sich Thilo Kehrer nach seiner Rot-Sperre an.

Dies hätte den Vorteil, dass Coke aus der Abwehr ins Mittelfeld aufrücken könnte, um hier den am Kreuzband verletzten Alessandro Schöpf zu ersetzen. Weinzierl traut dies dem Spanier zu; Coke hat zu seiner Zeit beim FC Sevilla öfter im rechten offensiven Mittelfeld gespielt.

Heidel erinnert an Frankfurt und Darmstadt

Um die letzte Attacke durchzuziehen, muss Schalke aber nach dem 4:1 in Leverkusen den zweiten Auswärtssieg in Folge leisten: Ein Kunststück, das in dieser Saison in der Bundesliga bisher noch nie geglückt ist. „Wir wollen alles dafür tun, dass wir dieses Spiel gewinnen – das ist auch in der Mannschaft drin“, verspricht Heidel. Und weiß doch, dass Schalke einen solchen Wendepunkt bisher nie nutzen konnte. Er erinnert an den Rückrunden-Start gegen Frankfurt (0:1) und an die Blamage vor drei Wochen in Darmstadt (1:2), als sich ebenfalls die Konstellation bot, oben anzugreifen. „Jetzt ist es die dritte Chance“, sagt Heidel: „Deswegen gehen wir auch mit sehr viel Demut an die Sache heran.“

Autor: Manfred Hendriock

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