In der verbleibenden drei Spielen der Fußball-Bundesliga hat der FC Schalke 04 noch eine kleine Chance, die Saison mit einem blauen Auge abzuschließen.

Weinzierl

So können wir nicht die Champions League erreichen

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03. Mai 2017, 09:05 Uhr
Foto: firo

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In der verbleibenden drei Spielen der Fußball-Bundesliga hat der FC Schalke 04 noch eine kleine Chance, die Saison mit einem blauen Auge abzuschließen.

Neun Punkte, und am Ende könnte doch noch die Qualifikation für die Europa League in der nächsten Saison stehen. „Das traue ich meiner Mannschaft auch zu“, sagt Markus Weinzierl. Der Trainer des Tabellenzehnten hat in einem Interview mit der Sportbild aber eingeräumt, dass der Verein nach mehr streben solle. Dafür fehle allerdings die nötige Qualität im Kader. „Schalke muss groß denken und dementsprechend agieren, nur so erreichen wir große Ziele.“

Der 42-Jährige, zu Saisonbeginn vom FC Augsburg ins Ruhrgebiet gewechselt, hält das Abschneiden in den beiden Pokalwettbewerben (Viertelfinal-Aus im DFB-Pokal beim FC Bayern, dramatisches Scheitern im Viertelfinale der Europa League gegen Ajax Amsterdam) für akzeptabel, „mit dem aktuellen Tabellenstand in der Bundesliga sind wir natürlich nicht zufrieden.“

Nach Platz fünf 2016 und Platz sechs ein Jahr davor hält Weinzierl die Erwartungen an die Schalker nicht für zu hoch: „Das Ziel mit der Qualifikation für die Europa League war dennoch realistisch angesetzt. Schalke ist aber ein Klub, der generell an die Champions League denkt, und das zurecht.“ Trotz der Abgänge von Leistungsträgern wie Leroy Sané zu Manchester City und Joel Matip zum FC Liverpool habe seine Mannschaft „den neuen Spielstiel ganz gut verinnerlicht und das offensive Pressing teilweise schon sehr gut umgesetzt.“ Die vielen Verletzten wie zum Beispiel Star-Einkauf Breel Embolo hätten den Neustart allerdings sehr schwer gemacht.

Weinzierl räumt auch ein, dass es zu mehr aktuell nicht reiche: „Wir haben natürlich Qualität im Kader. Aber um die ganz großen Ziele zu erreichen, brauchen wir große Qualität.“ Nachholbedarf sieht der S04-Trainer weniger in der Abwehr, sondern vor allem in der Offensive, die in der Bundesliga nur 43 Tore erzielt hat: „Unser Problem der vielen Höhen und Tiefen hängt nach meiner Ansicht damit zusammen, dass uns Minimum zehn, zwölf Tore von Offensivspielern fehlen.“ Weinzierl lobt den Winter-Neuzugang Guido Burgstaller („Er hat sehr gut eingeschlagen“), der aus Nürnberg kam und im Schalker Trikot achtmal in der Bundesliga traf. Weinzierl: „Trotzdem: Mit einer solchen Gesamtquote können wir nicht die Champions League erreichen.“

Um die richtigen Verstärkungen an Land zu ziehen, will sich der Trainer künftig mehr in die Transferpolitik einbringen. „Am Ende entscheiden Christian Heidel und ich immer als Team, so war es auch in der Vergangenheit. Natürlich werde ich meine Erkenntnisse aus dieser Saison einbringen“, so Weinzierl. Wichtigstes Kriterium bei potenziellen Neuzugängen sei die Schnelligkeit: „Es ist ein Fakt, dass wir auswärts nicht so gute Ergebnisse erzielt haben, weil uns vorne die Schnelligkeit fehlte und wir nicht so gut in die Umschaltbewegung kamen.“

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