Im letzten Sommer hat sich der 1. FC Köln auf dem Transfermarkt zurückgehalten.

Wer bleibt? Wer geht?

Transfer-Baustellen beim 1. FC Köln

Christian Brausch
03. Mai 2017, 09:48 Uhr
Foto: firo

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Im letzten Sommer hat sich der 1. FC Köln auf dem Transfermarkt zurückgehalten.

Über zehn Millionen Euro Überschuss erwirtschaftete der Klub, speziell durch den Verkauf von [person=9120]Yannick Gerhardt[/person] zum VfL Wolfsburg. In diesem Sommer steht auch kein großer Umbruch bevor. Sollte Toptorjäger Anthony Modeste den FC allerdings verlassen, dann dürfte das mit der zu erwartenden Millionen-Ablöse etwas anders aussehen.

Das sind die Kölner Transferbaustellen im eigenen Kader.
Anthony Modeste, Vertrag bis 2021: Die Planungen der Kölner hängen stark von der Zukunft des Franzosen ab. Im Winter lehnte der Verein ein Angebot von über 50 Millionen Euro aus China ab, weil das Transferfenster in Deutschland bereits geschlossen war und kein Ersatz mehr hätte verpflichtet werden können. Im Sommer werden voraussichtlich die nächsten Offerten ins Haus flattern. Denn Modeste hat auch nach der Winterpause bewiesen, dass er ein kompletter Stürmer ist. Wenn Modeste noch zu einem Topklub wechseln will, dann wohl in diesem Sommer, nach so einer tollen Spielzeit, ein Jahr vor dem 30. Geburtstag. Auch FC-Manager Jörg Schmadtke bestätigte, dass man sich mit einem Angebot befassen werde, wenn es denn kommt. Zuletzt wurde Modeste mit dem BVB in Verbindung gebracht, allerdings ist ein Wechsel nach England oder Frankreich wesentlich wahrscheinlicher.

Neven Subotic, ausgeliehen vom BVB: Nach dem Winter-Abgang von Mergim Mavraj zum HSV musste Ersatz her, Köln entschied sich für eine Leihe von BVB-Verteidiger Neven Subotic. Im Sommer muss neu verhandelt werden, bisher kam er für Köln acht Mal zum Einsatz. In Dortmund dürfte der Publikumsliebling des BVB sportlich keine Zukunft haben, gut möglich, dass sich beide Klubs auf einen Transfer einigen.

Pawel Olkowski (Vertrag bis 2019): Der polnische Rechtsverteidiger schafft es seit über einem Jahr nicht mehr an seine Leistungsgrenze zu kommen. Zwischendurch sah es so aus, als würde Olkowski die Kurve bekommen. Doch in den letzten Wochen lief ihm Kölns Eigengewächs Lukas Klünter den Rang ab. Tendenz: Olkowski wird gehen, Köln einen neuen Rechtsverteidiger suchen.

Lukas Klünter (Vertrag läuft aus): Alles schien auf eine Trennung hinauszulaufen, der 20-Jährige soll sich mit Union Berlin bereits einig gewesen sein. Auf einmal aber ist er Stammspieler auf der rechten Seite, speziell gegen Hoffenheim zeigte er eine bärenstarke Leistung. Tendenz: Klünter bleibt in Köln und verlängert seinen Vertrag.

Milos Jojic (Vertrag bis 2019): Er war lange Zeit das Kölner Missverständnis. Jojic, vom BVB zum FC gewechselt, kam in der Domstadt einfach nicht in Tritt. Ein Wechsel im Sommer schien unausweichlich. Doch in den letzten Wochen zeigte die Formkurve des Mittelfeldspielers nach oben, der 25-Jährige durfte einige Spiele am Stück machen, in denen er als Torschütze und Vorbereiter in Erscheinung trat. Tendenz: Jojic bleibt in Köln und versucht, seine Form nach Monaten der Krise zu stabilisieren.

Marcel Hartel (Vertrag bis 2019): Die Entwicklung des Talents verlief nicht wie erhofft. Auf der linken offensiven Seite spielte der 21-Jährige in dieser Saison keine Rolle, zuletzt war er vier Spiele gesperrt wegen einer Roten Karte, die er sich bei der U21 in der Regionalliga eingehandelt hat. Hartel wird nach der Saison wohl wechseln, ein Abgang zu Union Berlin steht im Raum.

Simon Zoller (Vertrag bis 2020): Der Angreifer steht meistens in der zweiten Reihe, das dürfte sich auch in der kommenden Spielzeit nicht ändern. Wechselt Modeste, kommt mindestens ein neuer Topstürmer. Zudem hoffen die Kölner, dass sich das französische Talent Sehrou Guirassy endlich sportlich beweisen kann, wenn er seine Verletzungsprobleme in den Griff bekommt. Daher wäre Zoller maximal Stürmer Nummer vier, weil auch Yuya Osako vor ihm steht. Keine guten Aussichten, daher würde es nicht verwundern, wenn der ehemalige Lauterer sich eine neue sportliche Heimat suchen würde.

Wen holt der 1. FC Köln?
Durch die neue Ruhe im Verein sickern auch immer weniger Gerüchte um mögliche Neuzugänge durch. Zuletzt wurde Ingolstadts Mathew Leckie gehandelt für den Fall, dass der FCI aus der Bundesliga absteigt. Der Linksaußen soll für etwa 3,5 Millionen Euro zu haben sein und wäre für Hartel im Kader der Kölner denkbar. Gerüchte um Dortmunds Sebastian Rode und Leicesters Bartosz Kapustka wurden vom Verein sofort dementiert. Zuletzt kam das Gerücht auf, der FC würde sich für den Hoffenheimer Flügelspieler Philipp Ochs, der sich bei der TSG in der laufenden Saison nicht durchsetzen konnte, interessieren.

Autor: Christian Brausch

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