Eigentlich war es für Rot-Weiß Oberhausen das Spiel des Jahres. Niederrheinpokal-Halbfinale, Flutlicht, der Gegner der MSV Duisburg, immerhin Tabellenführer der 3. Liga.

RWO - MSV

Terranova enttäuscht von der Zuschauerzahl

Marian Laske
02. Mai 2017, 23:29 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Eigentlich war es für Rot-Weiß Oberhausen das Spiel des Jahres. Niederrheinpokal-Halbfinale, Flutlicht, der Gegner der MSV Duisburg, immerhin Tabellenführer der 3. Liga.

Doch nicht nur die Partie verlief enttäuschend für den Regionalligisten, das Spiel ging mit 0:3 verloren, auch die Kulisse passte nicht zu einem knackigen Pokal-Abend. Statt der erhofften 10.000 Zuschauer pilgerten nur 7.509 Anhänger beider Vereine ins Oberhausener Stadion Niederrhein. Nicht viel.

“Das ist schon enttäuschend”, meinte RWO-Trainer Mike Terranova nach der Partie, “vielleicht lag es am Wetter oder an der Champions League.” Am Dienstagabend fand auch das Halbfinale der Königsklasse zwischen Real und Atlético Madrid statt (Endergebnis: 3:0). Und auf der Couch war es in jedem Fall gemütlicher als auf den Tribünen in Oberhausen. Es regnete ununterbrochen, die Temperaturen lagen bei 10 Grad. Der größte Teil der Duisburger Fans wurde die gesamten 90 Minuten durchnässt. Der Gästeblock ist nicht überdacht, weitere Teile im Stadion auch nicht. Da musste die Fanliebe schon groß sein.

12.000 Karten gab es im Verkauf. 6.500 MSV-Fans hätten im Gästeblock Platz gehabt, es waren deutlich weniger. Auch in den Bereichen der Gastgeber waren Lücken. Die zwei Tradionsvereine schafften es nicht, mehr Anhänger anzulocken.

Die Fans, die wegblieben, werden es im Nachhinein wohl nicht bereut haben. Zu einseitig verlief die Partie. Der MSV ließ den Rot-Weißen keine Chance. “Wir hatten uns natürlich viel vorgenommen, wollten das Spiel lange 0:0 halten und auf unsere Chance warten”, erklärte Terranova. Das misslang. Schon in der dritten Minute erzielten die Zebras die Führung. Das passte zu einem Abend, den sich die Oberhausener anders ausgemalt hatten.

Autor: Marian Laske

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