Am Mittwoch trifft der ETB Schwarz-Weiß Essen auswärts auf die SpVg Schonnebeck und will die 0:4-Klatsche gegen Hilden am letzten Wochenende vergessen machen.

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ETB will nach "Grottenkick" den Derbysieg

Philip Ronden
02. Mai 2017, 12:56 Uhr
Foto: Tillmann

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Am Mittwoch trifft der ETB Schwarz-Weiß Essen auswärts auf die SpVg Schonnebeck und will die 0:4-Klatsche gegen Hilden am letzten Wochenende vergessen machen.

Fünf Spiele war Manfred Wölpper mit seinen Jungs vom ETB Schwarz-Weiß Essen ungeschlagen. Die endgültige Rettung im Abstiegskampf stand kurz bevor. Beim VfB Hilden setzte es am vergangenen Sonntag jedoch eine 0:4-Pleite. Eine saftige Packung, die nach den Auftritten der vergangenen Wochen dann doch etwas überraschend kam. "Das war ein absoluter Grottenkick von uns. Wir sind in alte Verhaltensweisen zurück gefallen, haben viele Dinge einfach vermissen lassen," sagt Wölpper rückblickend. "Konkret meine ich damit, dass wir in keiner Phase wirklich gepresst haben, zu passiv waren und im Endeffekt einfach den Begleitschutz für Hilden gespielt haben," konkretisiert Wölpper die ausgemachten Fehler.

Mit einer ähnlichen Leistung wie gegen Hilden wird auch im Spiel am Mittwoch gegen den Lokalrivalen und Tabellenzweiten SpVg Schonnebeck wenig zu holen sein. Das weiß auch Wölpper: "Wir müssen im Derby gegen Schonnebeck einfach wieder aggressiver sein. Auch bei den Standards müssen wir wieder souveräner agieren," meint er. Die starke Spielvereinigung aus Schonnebeck wird Tabellenführer Uerdingen zwar kaum noch vom Thron stoßen können, ist nach den Siegen gegen Meerbusch und Düsseldorf-West aber pünktlich zum Derby wieder in der Spur. "Ich hoffe, dass die Niederlage gegen Hilden eine einmalige Sache bleibt. Jetzt gilt es die Ärmel hochzukrempeln und ein anderes Gesicht zu zeigen," schwört Wölpper seine Jungs ein.

Als ob die erste Niederlage nach fünf ungeschlagenen Spielen aber nicht schon genug war, hat sich die Personalsituation bei den Schwarz-Weißen, vor allem in der Defensive, dramatisch verschlechtert: "[person=9231]Ribene Nguanguata[/person] hat sich gegen Hilden verletzt und wird fehlen. Hinzu kommt, dass [person=4352]Kevin Müller[/person] sich eine überflüssige Gelb-Rote-Karte eingehandelt hat," sagt Wölpper. Unter dem Strich heißt das also Rotation vor dem Derby. Zwar ungewollt, aber letztlich unumgänglich. Wölpper zur Umstellung in der Defensive: "Die vielleicht größte Aufgabe vor und während des Spiels wird sein, die richtige Formation zu finden."

Trotz des schlechten Ergebnisses gegen Hilden hat sich die Tabellensituation für ETB nach 29 Spieltagen nicht verschlechtert. Im Gegenteil: "Der Abstand ist gleich geblieben und es ist ein Spieltag weniger auf der Uhr. Unser Anspruch ist aber natürlich nicht, weiter zu verlieren und damit drin zu bleiben," sagt Wölpper. Verzichten will der 59-Jährige, der seinen Kontrakt am Uhlenkrug erst kürzlich um ein weiteres Jahr verlängerte, auf ein Endspiel am letzten Spieltag gegen den Tabellenfünfzehnten Cronenberger SC: "Wir wollen so eine Konstellation gerne vermeiden und schon vorher den Klassenerhalt perfekt machen," meint Wölpper.

Autor: Philip Ronden

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