Am Dienstagabend (19:30 Uhr) wird im Stadion Niederrhein der Finalgegner von Rot-Weiss Essen ermittelt. Rot-Weiß Oberhausen trifft auf den MSV Duisburg.

RWO

Terranova will ohne Elfmeterschießen ins Finale

Martin Herms
01. Mai 2017, 16:37 Uhr
Foto: Michael Ketzer

Foto: Michael Ketzer

Am Dienstagabend (19:30 Uhr) wird im Stadion Niederrhein der Finalgegner von Rot-Weiss Essen ermittelt. Rot-Weiß Oberhausen trifft auf den MSV Duisburg.

In Oberhausen ist das Pokalfieber ausgebrochen. Eine ganze Stadt ist heiß auf das Spiel des Jahres. Der ungeliebte Lokalrivale MSV Duisburg kommt am Dienstag zum Revierderby vorbei. Es geht um den Einzug in das Finale des Niederrheinpokals. Flutlichtspiel, fünfstellige Zuschauerzahl: Reizvoller könnte eine Partie aus Sicht der RWO-Fans kaum sein.

Oberhausens Trainer Mike Terranova hat zu seiner aktiven Zeit schon so manche Schlacht im Stadion Niederrhein miterlebt. Der 40-Jährige weiß, was seine Mannschaft gegen die Zebras erwartet. "Wir können uns alle auf ein großes Spiel und eine gigantische Stimmung freuen. Mit unseren Fans im Rücken werden meine Jungs brennen und hoffentlich den Sieg einfahren", betont Terranova.

Hoffnung macht die Erinnerung an das letzte Duell gegen die Meidericher. Vor zwei Jahren schlug RWO den ligahöheren Konkurrenten ebenfalls im Halbfinale des Niederrheinpokals im heimischen Stadion mit 2:0. Einer der Torschützen damals war Alexander Scheelen. Der gebürtige Duisburger steht nach wie vor in Diensten der Kleeblätter und wird auch am Dienstag auf dem Platz stehen. Dass seine Mannschaft die Generalprobe gegen Viktoria Köln am Samstag deutlich verlor (1:5), spielt für den defensiven Mittelfeldspieler keine Rolle: "Vor zwei Jahren haben wir die Generalprobe gegen die U23 des VfL Bochum auch verpatzt. Danach haben wir ein überragendes Spiel gegen den MSV abgeliefert und verdient gewonnen. Das möchten wir unbedingt wiederholen", versichert Scheelen.

Während sich Oberhausen auf das Highlight des Jahres freut, kommt der Spieltermin für die Duisburger ungelegen. Der MSV steckt in der Liga mitten im Aufstiegskampf. Trainer Ilia Gruev ließ nach der 1:2-Niederlage beim VfR Aalen verlauten, dass die Meisterschaft höchste Priorität hat. Demnach ist nicht zu erwarten, dass der Drittliga-Spitzenreiter mit seiner vermeintlich stärksten Elf antreten wird. RWO-Manager Jörn Nowak misst diesem Vorhaben nicht viel Bedeutung bei. "Auf dem Platz werden ausschließlich Drittliga-Spieler stehen. Da wollen unsere Spieler irgendwann mal hin. Wir treffen definitiv auf eine starke Mannschaft", sagt er.

Nach Meinung seines Trainers könnte das sogar ein Nachteil für die Kleeblätter sein. "Die Spieler, die aus der zweiten Reihe kommen, werden mit Sicherheit noch mehr Gas geben. Aber egal, wer für den MSV spielt: Wir wollen unseren Plan durchziehen und das Spiel gewinnen. So selbstbewusst müssen wir sein", unterstreicht Terranova.

Den Finaleinzug möchte der Regionalligist am liebsten in der regulären Spielzeit oder nach 120 Minuten perfekt machen. Denn an die jüngsten Elfmeterschießen im Niederrheinpokal haben die Oberhausener keine guten Erinnerungen. Im Finale 2015 verlor RWO in Essen die Lotterie vom Punkt. Vor einem Jahr war im Halbfinale gegen den Wuppertaler SV nach dem Elfmeterschießen Schluss. Ex-Spieler Christoph Caspari war mit seinen Fehlschüssen in beiden Spielen der tragische Held. Sollte es erneut zu einer Entscheidung vom Elfmeterpunkt kommen, gibt es aus RWO-Sicht wohl einen Hoffnungsschimmer: "Christoph Caspari wird dieses Mal nicht schießen", scherzt sein ehemaliger Teamkollege Jörn Nowak. Trainer Mike Terranova fügt hinzu: "Wir möchten es vorher klarmachen."

Autor: Martin Herms

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