Wenn die Vorwürfe stimmen, dann hat sich 1860 Münchens Trainer Vitor Pereira im Rahmen der Zweitliga-Partie gegen Eintracht Braunschweig ordentlich in der Wortwahl vergriffen.

Braunschweig

Schlimme Pöbel-Vorwürfe gegen 1860-Trainer

Christian Brausch
30. April 2017, 22:31 Uhr
Foto: firo

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Wenn die Vorwürfe stimmen, dann hat sich 1860 Münchens Trainer Vitor Pereira im Rahmen der Zweitliga-Partie gegen Eintracht Braunschweig ordentlich in der Wortwahl vergriffen.

Die Anschuldigungen von Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht sind heftig. "Wenn ich meine Spanisch-Kenntnisse richtig werte, hat mich Herr Pereira als '...sohn' bezeichnet. Das ist beschämend für den Verein 1860 München", sagte Lieberknecht gegenüber Sky. Zudem steht die Aussage von Lieberknecht im Raum, dass ihm auch der Mittelfinger von Seiten der Hausherren gezeigt wurde. Seine Meinung: "Das ist mir in der Form noch nie untergekommen."

All diese Aktionen soll es während des Spiels gegeben haben, das die Braunschweiger in München mit 1:0 gewinnen konnten. Braunschweig mischt dadurch weiter im Aufstiegskampf mit, für 1860 München wird es im Keller der 2. Bundesliga immer bedrohlicher.

Die "Löwen" rutschten durch die Heimniederlage auf den Relegationsplatz ab. Liegen da die Nerven bei den Verantwortlichen etwa blank? Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel, wo die Münchner die Gäste knapp 20 Minuten warten ließen, betonte Pereira angesprochen auf die Vorwürfe. "Ich beantworte nur Fragen zum Sportlichen." Bei Sport 1 sagte der Portugiese. "Ich glaube, Lieberknecht versteht kein Portugiesisch. Er hat einfach nicht verstanden, was ich gesagt habe. Deswegen ist es eine Lüge zu sagen, dass ich ihn beleidigt hätte. Es ist eine Lüge, dass ich ihm den Mittelfinger gezeigt habe."

Für die Münchner kommt dieser Nebenkriegsschauplatz sicher zur Unzeit, hat die Mannschaft von Pereira doch ganz andere Probleme, denn der Abstieg in die dritte Liga droht. Ein Fiasko, das der neue Geschäftsführer Ian Ayre vor wenigen Tagen so umschrieb: "Es nicht zu schaffen drinzubleiben, wäre ein Desaster epischen Ausmaßes."

Bei 1860 brennt es in diesen Tagen an mehreren Fronten...

Autor: Christian Brausch

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