Zur passenden Vorbereitung auf das Oberliga-Spiel bei Hö.-Nie. hätte Stefan Janßen mit den Kickern des VfB Homberg „eigentlich auf den Rheinwiesen trainieren müssen“, meinte der Coach lachend.

Vier Tore

Hombergs Bock grast Acker bei Hö.-Nie. ab

Sven Kowalski
01. Mai 2017, 07:37 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Zur passenden Vorbereitung auf das Oberliga-Spiel bei Hö.-Nie. hätte Stefan Janßen mit den Kickern des VfB Homberg „eigentlich auf den Rheinwiesen trainieren müssen“, meinte der Coach lachend.

Zum Lachen hatte der Trainer auf der Rückreise nach Duisburg auch allen Grund. Trotz des – gerade für ein technisch versiertes Team – widrigen Geläufs auf dem „Acker“ in Kalkar, an dem vor zwei Wochen selbst Spitzenreiter KFC Uerdingen verzweifelte, zelebrierte der VfB Fußball der schöneren Art und brachte die Kugel fünfmal im Netz des Drittletzten unter. „Und die fünf Tore waren noch geschmeichelt“, sagte Janßen nach dem 5:2 (3:1)-Sieg des VfB.

Es hätten auch doppelt so viele werden können, meinte der Coach, der freilich aber auch mit der erzielten Ausbeute leben konnte. „Die Jungs haben es richtig toll gemacht. Eigentlich hatten wir ja zwei Gegner: Hö-Nie und den Acker. Aber was die Jungs gegen das drittbeste Team der Rückrunde auf dem knochentrockenen und holprigen Platz veranstaltet haben, sah nach einem verhältnismäßig richtig guten Fußballspiel aus.“

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Der Matchplan der Homberger ging vor allem in den ersten 45 Minuten voll auf. „Wir wollten früh attackieren, den Gegner zu Fehlern zwingen und dann schnell umschalten.“ Das funktionierte und führte bereits nach 14 Minuten zum Torerfolg durch Justin Bock. Doch nun legte der VfB – und vor allem sein Linksaußen – erst richtig los. Binnen elf Minuten hatte Justin Bock mit einem lupenreinen und rekordverdächtigen Hattrick auf 3:0 für die Gäste gestellt. „Ein Tor schöner als das andere“, schwärmte Janßen, der auch Dennis Wibbe und Patrick Dertwinkel für deren jeweils gute Vorarbeit lobte.

Durch einen für Janßen „dämlichen“ Foulelfmeter – zuvor war ausgerechnet Hö-Nies 2,05-Meter-Mann Daniel Boldt zu Boden gegangen – kamen die Gastgeber zum 1:3 durch Ajdin Mehinovic. Doch weiter gab der VfB den Ton an, vergab noch zwei weitere Hochkaräter, ehe mit dem 4:1 der Deckel drauf war. Wer der Torschütze in der 63. Minute war? Richtig, Justin Bock. „Dafür haben wir ihn geholt“, freute sich der Coach über den Viererpack seines agilen Flügelspielers. „Dass er Qualität hat, wussten wir. Dass er sie so umsetzt, ist super für ihn und das gesamte Team.“

Der geschlossenen Team-Leistung war trotz der One-Man-Show auch der deutliche Sieg zu verdanken. Auch nach dem 2:4 durch Florian Girnth (65.) spielte der VfB weiter nach vorn und setzte durch Wibbe nach „überragender Vorarbeit von Jonas Rölver“ den Schlusspunkt (78.).

Autor: Sven Kowalski

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