Für den BVB hat es gegen den 1. FC Köln nur zu einem 0:0 gereicht. Einen Treffer konnten die Dortmunder erzielen. Doch Marco Reus sorgte dafür, dass er nicht zählte.

Unglückliche Szene

So verhinderte Reus ein BVB-Tor

Daniel Berg
29. April 2017, 21:25 Uhr
Foto: Firo

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Für den BVB hat es gegen den 1. FC Köln nur zu einem 0:0 gereicht. Einen Treffer konnten die Dortmunder erzielen. Doch Marco Reus sorgte dafür, dass er nicht zählte.

Im dem Moment, als er es getan hatte, wusste er schon, dass es falsch gewesen war. Der Ball war im Tor. Marco Reus stand auch im Tor, aber der Nationalspieler von Borussia Dortmund schlug sich die Hände vors Gesicht. Denn an der Seitenlinie hatte der Schiedsrichter-Assistent eine Abseitsposition von Reus angezeigt. Kein Tor. Keine Führung. 0:0 endete die Bundesliga-Partie des Tabellendritten gegen den 1. FC Köln. Das machte die Szene in der 34. Minute doppelt bitter. Viele Chancen hatte sich der BVB gegen die defensiv starken Kölner schon erspielt, aber alle vergeben.

Und diese eine auf besonders unglückliche Art. Gonzalo Castro hatte einen abgewehrten Ball Richtung Tor geköpft. Viel versprechend flog er, doch Reus gab ihm aus kurzer Distanz den entscheidenden Tritt - und stand dabei erwartbarer Weise im Abseits. Eine Entscheidung in Sekundenbruchteilen, das verschafft Reus gewiss mindestens mildernde Umstände. Dennoch meinte Trainer Thomas Tuchel, dass der BVB "ein Tor selbst verhindert" habe. Ein Vorwurf war das nicht, nur eine Feststellung. "Aus meiner Sicht sah es so aus, dass der reingeht, weil keiner mehr hinkommt", sagt Castro, der die Szene von etwas weiter hinten verfolgte.

Castro macht Reus keinen Vorwurf

Reus machte ein gutes Spiel, schoss fünf Mal aufs Tor. "Kraft und Präzision" hätten im Abschluss zum großen Glück gefehlt, sagte er später. Und eben ein bisschen Glück für die richtige Entscheidung in der 34. Minute. "Ich habe gedacht, das hinter mir mindestens noch ein Spieler steht", fürchtete der 27-Jährige, dass Köln die Szene noch wüürde klären können: "Wenn ich nicht hingegangen wäre und hinter mir stehen zwei, sagen alle: Wärest du mal hingegangen. Ob er reingegangen wäre, weiß ich nicht."

So nah und doch so fern war der ersehnte Treffer. "Man kann ihm da keinen Vorwurf machen", sagte Gonzalo Castro sogar mit einem ehrlichen Lächeln auf den Lippen, "er ist Stürmer und will Tore machen."

Autor: Daniel Berg

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