Rot-Weiss Essen quält sich zum 2:1 gegen Siegen. Die taktische Umstellung von Sven Demandt war am Ende der Schlüssel zum Erfolg.

RWE

Demandts Rotation wird belohnt

29. April 2017, 17:01 Uhr
Foto: MaBoSport

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Rot-Weiss Essen quält sich zum 2:1 gegen Siegen. Die taktische Umstellung von Sven Demandt war am Ende der Schlüssel zum Erfolg.

Sven Demandt saß schon mehrere Minuten auf seinem angestammten Platz im Presseraum, bereit für die Pressekonferenz. Doch der Stadionsprecher ließ noch auf sich warten. Der Essener Trainer nahm die Situation gelassen hin. Den Zuruf eines Pressevertreters, er könne ja schon mal anfangen, konterte er schmunzelnd: "Ich bin doch eh erst als Zweiter dran."

Nach der schwachen Darbietung beim 2:1 Sieg über das Schlusslicht war er wieder zum Scherzen in der Lage. Denn seine Mannschaft konnte an die "neuen Maßstäbe" nach dem Sieg in Köln nicht anknüpfen. Das Angriffsspiel der Essener war über weite Strecken viel zu langsam und träge, brachte die bereits als Absteiger feststehenden Sportfreunde Siegen nur selten in die Bredouille. Erst ein Kopfballtor von Philipp Zeiger nach einem Standard sorgte für den Ausgleichstreffer, nachdem Björn Jost den Außenseiter in Halbzeit eins in Führung brachte. Kamil Bednarskis Treffer fünf Minuten später, führte zum dritten Sieg der Essener in Folge.

Wir wollten unbedingt den dritten Sieg in Serie, das haben wir bisher nicht geschafft
Sven Demandt (Rot-Weiss Essen)

Und so gab sich Demandt erleichtert: "Ich bin froh, dass wir gewonnen haben. Wir wollten unbedingt den dritten Sieg in Serie, das haben wir bisher nicht geschafft." Sein taktischer Kniff mit der Einwechselung von Defensivmann Jan-Steffen Meier war dabei der Schlüssel zum Erfolg. Der ehemalige Wattenscheider rückte dabei in die Innenverteidigung, Gino Windmüller in den Sturm. Der Abwehrspieler war es dann auch, der mit seiner Kopfballverlängerung das 1:1 ermöglichte. Demandt: "Wir haben sehr viel umgestellt, fast eine komplette Rotation vollzogen. Ich hatte das Gefühl, wir müssten es erzwingen, weil wir es spielerisch nicht geschafft haben." Den Sieg für seine Mannschaft empfand der Fußballlehrer als verdient.

Auf der anderen Seite zeigte sich Siegens Trainer Thorsten Seibert glücklicher über die erbrachte Leistung an der Hafenstraße: "Das war eine couragierte Leistung. Mit ein bisschen mehr Frechheit, machen wir das 2:0. Es tut weh, dass wir durch zwei Standards verloren haben."

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