Mit dem 2:1-Sieg gegen Schalkes U23 hält sich Rot Weiss Ahlen im Abstiegskampf. RWA-Torwart Sascha Kirschstein quälte sich dafür besonders.

RW Ahlen

Kirschstein will es im zweiten Anlauf besser machen

29. April 2017, 11:30 Uhr
Foto: Stefan Loyda

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Mit dem 2:1-Sieg gegen Schalkes U23 hält sich Rot Weiss Ahlen im Abstiegskampf. RWA-Torwart Sascha Kirschstein quälte sich dafür besonders.

Minutenlang lässt sich der Ahlener Keeper vom Anhang feiern, klatscht die Fans ab, spricht mit ihnen und ballt die Faust. Es war ein extrem wichtiger Sieg, den die Ahlener da gegen Schalkes Zweite eingefahren haben. Am Ende war auch Kirschstein das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht zu nehmen. Ein Grinsen, was den Münsterländern beinahe verborgen geblieben wäre, denn im Auswärtsspiel bei der U23 von Borussia Dortmund hatte er sich die Nasenhöhle angebrochen.

Ich bin fest davon überzeugt, dass wir den Klassenerhalt packen
Sascha Kirschstein (Rot Weiss Ahlen)

Auf die Maske verzichtete er allerdings. "So einen Scheiß brauche ich nicht", grinst der 36-Jährige, der, bevor er im Winter nach Ahlen zurückkam, schon in der Saison 2009/10 bei den Wersestädtern unter Vertrag stand. Stattdessen lief er mit schwarzem Tapeband im Gesicht auf, das an das Tattoo von Mike Tyson erinnerte. Gehindert habe ihn das gegen die Knappen jedoch nicht: "Ich hab ja gespielt."

Und so boxte sich Kirschstein durch, wie auch seine Teamkollegen. Denn bei einer Niederlage wäre es wohl einem Wunder gleichgekommen, wenn die Wersestädter noch eine Möglichkeit auf den Klassenerhalt gehabt hätten. Das wusste auch der Schlussmann. "Zu gewinnen war gegen Schalke total wichtig. Hätten wir verloren, hätte man bereits für die Oberliga planen können. Aber im Fußball ist eben alles möglich. Nächste Woche gegen Köln II geht es weiter."

In seinem zweiten Intermezzo in Ahlen will es Kirschstein schließlich besser machen, als noch vor sieben Jahren. Damals stieg die von Christian Hock trainierte Mannschaft als Tabellenletzter aus der 2. Bundesliga ab. Das wird nach den Worten des ehemaligen RWE-Keepers dieses Mal anders: "Weil die Mannschaft dran glaubt. Wir hatten zwölf Punkte Miese, waren bei jedem die erste Mannschaft, die auf dem Abstiegszettel stand. Jetzt sind wir seit vier Spieltagen ungeschlagen, haben in der Rückrunde viele Punkte geholt. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir den Klassenerhalt packen."

Es gibt schließlich auch noch einige Hintertüren im Abstiegskampf. Setzt sich Viktoria Köln in der Aufstiegsrelegation durch und in der 3. Liga schaffen alle NRW-Teams den Klassenerhalt, reicht auch der 15. Platz, um in der Liga zu bleiben. Steigt die erste Mannschaft von Fortuna Düsseldorf ab, müsste auch die U23 der Landeshauptstädter in die Oberliga runter, da zweite Mannschaften von Drittligisten in der Regionalliga nicht teilnahmeberechtigt sind (siehe Paragraph 16 der Durchführungsbestimmungen). "Man weiß nie, was noch passiert, von daher wollen wir bereit sein."

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