Der Oberligist VfB Homberg ist beim Abstiegskandidaten SV Hönnepel-Niedermörmter zu Gast. Das Heimteam kämpft weiterhin um den Klassenerhalt.

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Für Homberg soll der Acker nicht beben

Sven Kowalski
29. April 2017, 08:07 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Der Oberligist VfB Homberg ist beim Abstiegskandidaten SV Hönnepel-Niedermörmter zu Gast. Das Heimteam kämpft weiterhin um den Klassenerhalt.

Drei Punkte fehlen dem VfB Homberg – rein theoretisch – noch, um den Klassenerhalt in der Oberliga perfekt zu machen. Gefühlt sind die Kicker vom Rheindeich aber so weit weg vom Abstiegskampf, wie es die Tabelle aussagt. Dort steht der VfB auf Rang sechs und auch Stefan Janßen sagt: „Der Klassenerhalt ist sicher.“ Morgen um 15 Uhr können der Trainer und sein Team an der Düffelsmühle jedenfalls auch die letzten – wenn auch wohl kaum vorhandenen – Zweifler beruhigen. Der Gegner SV Hönnepel-Niedermörmter kämpft indes noch ums nackte Überleben in der Liga und kann seinerseits mit einem Sieg den Sprung auf die Nichtabstiegsplätze schaffen.

Wir wollen weiterhin so viele Punkte wie möglich einfahren
Stefan Janßen (VfB Homberg)

Als tabellarische Grundlage zur Bewertung des SV sollte zur richtigen Einschätzung jedoch weniger die Gesamt- als die Rückrundentabellen dienen. Standen die Kicker aus Kalkar zum Hinrundenende noch sieglos mit nur sechs Punkten mit dem Rücken zur Wand, so holten sie seitdem 20 Punkte bei nur einer Niederlage und rangieren in der Rückrundentabelle vier Plätze vor dem VfB auf Rang drei. „Darauf sind wir eingestellt“, weiß auch Janßen um das Ranking der Gastgeber. „Und wir wollen auf jeden Fall vermeiden, dass der bildliche wie wörtliche Acker an der Düffelsmühle wieder bebt, wie vor zwei Wochen geschehen.“ Da erwischte es den KFC Uerdingen auf dem holprigen Geläuf in Kalkar – der souveräne Spitzenreiter kassierte seine zweite Saisonniederlage.

Nach der überzeugenden Leistung beim 3:1 gegen Velbert gehen aber auch die Homberger voller Selbstbewusstsein in das Duell beim Drittletzten. An ein Motivationsproblem glaubt der Trainer bei seinem Team trotz erreichtem Saisonziel nicht. „So etwas habe ich noch nie gelten lassen“, stellt Janßen klar. „Wir wollen weiterhin so viele Punkte wie möglich einfahren. Wir werden schließlich auch für unsere Spiele bezahlt. Und jeder, der für uns bezahlt, hat einen Anspruch darauf, dass wir alles geben“, sagt der Trainer – und schiebt mit Blick auf den Charakter seiner Truppe nach: „Aber die Jungs würden auch alles geben, wenn sie noch Geld mitbringen müssten.“
Mit Cengizhan Erbay und Sinan Atabay stehen indes zwei weitere Abgänge fest. Dem VfB erhalten bleiben sie dennoch, da sie die zweite Mannschaft von Coach Sunay Acar unterstützen werden. „Sie sind beruflich sehr eingespannt und können nicht mehr in der Intensität trainieren“, begrüßt Janßen die Entscheidung.

Eric Holz wird es indes zum Bezirksligisten TSV Wachtendonk/Wankum ziehen. Der Defensivmann ist mit anhaltenden muskulären Problemen aktuell der einzige Ausfall. Janßen aber hofft, ihn nochmal kicken zu sehen: „Eric ist gemeinsam mit Ogi Cuhaci unser dienstältester Spieler. Ich bin sicher, dass er darauf brennt, noch einmal die Schuhe für den VfB zu schnüren.“

Autor: Sven Kowalski

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