Wenn am Samstag um 14 Uhr die beiden Landeshauptstädte Magdeburg und Düsseldorf in der Regionalliga Nord aufeinander treffen, ist es vor allem für einen Beteiligten ein ganz besonderes Spiel. Fortunas Trainer Uwe Weidemann feiert nämlich sein Jubiläum, sitzt dann das 100. Mal als Verantwortlicher der Rot-Weißen auf der Bank.

Düsseldorf: Weidemanns 100. Spiel als Fortuna-Coach

"Für mich klasse"

kru
14. September 2007, 11:20 Uhr

Wenn am Samstag um 14 Uhr die beiden Landeshauptstädte Magdeburg und Düsseldorf in der Regionalliga Nord aufeinander treffen, ist es vor allem für einen Beteiligten ein ganz besonderes Spiel. Fortunas Trainer Uwe Weidemann feiert nämlich sein Jubiläum, sitzt dann das 100. Mal als Verantwortlicher der Rot-Weißen auf der Bank.

"Es ist für mich schon etwas besonderes. Fortuna ist ein toller Verein mit einer Menge Tradition und für diesen Club 100 Spiele als Coach zu absolvieren ist für mich wirklich klasse", nickt Weidemann und fügt hinzu: "Aber im Endeffekt handelt es sich um eine Partie wie jede andere. Ich hoffe, bei uns steht weiterhin die Null, dann haben wir zumindest schon mal einen Teilerfolg erreicht." Aber wer den Ex-Profi kennt, mit einem Sieg wird immer geliebäugelt. "Na klar, wenn mir die Jungs zum Jubiläum einen Dreier schenken, wäre das natürlich perfekt."

Nicht nur aufgrund der dreistelligen Marke von Weidemann, sondern auch wegen des letzten Aufeinandertreffen zwischen dem FCM und der Fortuna, ist es für den Linienchef ein spezielles Match. "Damals lagen wir mit 2:0 in Front und haben diese Führung noch verspielt. Das war der Anfang unserer Talfahrt", erinnert sich der ehemalige Bundesliga-Kicker. Außerdem war der Anschlusstreffer durch Magdeburgs Christopher Kullmann auch gleichzeitig das erste Tor in der neuen Arena.

"Wir werden auf einen aggressiven Gegner treffen, der von seinem Publikum hervorragend unterstützt wird", weiß Weidemann, der auch noch über die Startelf grübeln wird. Denn "es ziehen alle wunderbar mit. Selbst die Jungs, die zuletzt ein wenig hinten dran waren, zeigen mir im Training mit noch mehr Einsatz, dass sie sich eine Chance erkämpfen wollen."

Sein Zusatz: "Aber warum soll ich derzeit etwas ändern." Vielleicht gibt es dennoch einen Wechsel in der Startformation. Gut denkbar, dass der Trainer wieder die Variante des letzten Auswärtsspiels in Dresden wählt. Das heißt, Fabian Hergesell würde wieder ins Team rücken und auf der linken Ausverteidiger-Position Dampf machen, Kapitän Henri Heeren geht dafür ins defensive Mittelfeld. Oliver Hampel müsste dafür seinen Platz räumen und auf der Bank Platz nehmen. Aprospos Hampel, der Ex-Hamburger erhält von Weidemann noch ein Extra-Lob: "Mir hat sehr gut gefallen, wie er vor dem Match gegen HSV II sagte, ich brauche keine Ansprüche auf die Startelf stellen, weil ich im Pokal keine gute Leistung gebracht habe. Das zeugt schon von einem starken Charakter."

Den brauchen die Fortunen in jedem Fall in Magdeburg, wenn der Kasten von Keeper Michael Melka weiterhin sauber bleiben soll. Schließlich geht es auch darum, einen Rekord für die Ewigkeit aufzustellen.

Düsseldorf: Gegner-Vorschau 1.FC Magdeburg Wer knackt Melka?

Die Liga wartet sehnsüchtig auf den ersten Gegentreffer für Fortuna Düsseldorf, diesmal versucht sich der 1.FC Magdeburg, Keeper Michael Melka zu überwinden. Neben der Frage, wann es zum ersten Mal im Gehäuse der Truppe von Trainer Uwe Weidemann einschlägt, ist auch offen, wer sich gegen die Düsseldorfer als "Debüt-Torschütze" der aktuellen Saison eintragen darf. Kandidaten hätten die Magdeburger einige. Der eigentliche Wunschsturm von Coach Dirk Heyne hieß zu Saisonbeginn Erik Agyemang und Dennis Tornieporth.

Doch nach dem erfolglosen Auftakt des Duos wechselte der Linienchef die "Abteilung Attacke" komplett durch und brachte neben Christopher Kullmann auch den jüngsten Neuzugang Ivica Jarakovic, der seine Gefährlichkeit sofort unter Beweis stellte und die RWO-Abwehr in einige brenzlige Situationen verwickelte. Dennoch konnte er die Niederlage bei den Kleeblättern nicht verhindern. Auch nicht den erneuten Riss der Euphorie, die nach dem 3:0-Erfolg gegen Lübeck aufzukommen schien. Der Kommentar von Heyne: "Mund abputzen und voll auf Düsseldorf konzentrieren. Darauf kommt es jetzt für uns an."

Aber nicht nur die Angreifer des FCM stehen am Samstag im Mittelpunkt des Geschehens, sondern auch Torwart Christian Beer, dessen versuchter Befreiungsschlag in Oberhausen zum 0:2 ins eigene Tor abrutschte und sowas wie die Vorentscheidung bedeutete. Man darf gespannt sein, wie sich der Goalie gegen den "Doppelpack"-Schützen vom vergangenen Wochenende, Axel Lawarée, verhält. Sicher kann er sich der Unterstützung der enthusiastischen Fans sein, die in dem "frischen" Schmuckkästchen "Stadion Magdeburg" ihre Mannschaft nach vorne peitschen. Sieben Punkte ergatterte die Heyne-Elf bisher in ihren drei Partien auf heimischem Boden, wo gegen die Fortuna bisher noch nie verloren wurde.

Autor: kru

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