Es sind noch vier Partien, die der VfL Bochum in dieser Saison bestreiten muss.

Bochums Verbeek

„Kann rechnerisch auch Milliardär werden“

27. April 2017, 13:35 Uhr
Foto: firo

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Es sind noch vier Partien, die der VfL Bochum in dieser Saison bestreiten muss.

Mit einem Sieg am Freitag gegen Dynamo Dresden kann sich der Zweiligist aller Sorgen entledigen.

Es ist eine sonderbare Situation, in der der VfL Bochum in der 2. Bundesliga steckt. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz ist zu klein, um sich im Saison-Finale schon entspannt zurücklehnen zu können. Dafür muss die Mannschaft von Trainer Gertjan Verbeek zumindest noch einmal gewinnen, um ganz sicher gerettet zu sein. Andererseits ist sogar der Tabellensechste Greuther Fürth noch in Schlagdistanz. Sechs Punkte Rückstand sind es noch auf die Franken, vier Zähler Vorsprung auf den 16. Erzgebirge Aue.

Das alles sind Rechenspiele. Sie sind nicht das, was Trainer Verbeek zu seinem Tagesgeschäft zählt. Doch ob er will oder nicht – einige Fans sitzen noch gespannt am Rechenschieber und spielen gedanklich diverse Szenarien durch.

Eines, das ihnen das liebste wäre: Der VfL Bochum holt im Freitagabendspiel gegen Dynamo Dresden (18.30 Uhr/Sky) drei Punkte. Oder nur einen? Was reicht am Ende für den Klassenerhalt? „Keine Ahnung“, entgegnet Verbeek trocken. Der Niederländer sitzt bei der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen die Sachsen auf dem Podium, er pariert betont selbstbewusst sämtliche Nachfragen, die ihm im Zusammenhang mit einem rechnerisch immer noch drohenden Abstieg gestellt werden. Rechnerisch – da ist dieses Wort wieder, das der 54-Jährige gar nicht gern hört. „Rechnerisch ist es auch noch möglich, dass ich Milliardär werde“, erwidert er.

Verbeek – das klingt im sarkastischen Unterton mit – wird wohl auch in den nächsten Jahren nicht zum Kreise der Reichsten zählen. Und für ebenso wahrscheinlich – das lässt sich mühelos aus dem Zusammenhang ablesen – hält er es, dass der VfL noch einmal in die Bredouille kommt.

Als er sich in den letzten Wochen die Tabelle angeschaut hat, das versichert er, sei er zu keinem Zeitpunkt beunruhigt gewesen. „Warum sollte ich“, fragt er rhetorisch zurück, „ihr guckt ja immer nach unten. Es stehen immer noch genug Teams unter uns.“
Etwa zwei Meter von ihm entfernt sitzt sein Spieler Jan Gyamerah. Ob er Zahlenspiele mag oder nicht, ist nicht überliefert. Jedenfalls drückt er es ganz pragmatisch aus: „Wir wollen unbedingt gewinnen. Dann haben wir wahrscheinlich Ruhe.“

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