Seit knapp zwei Monaten ist die SG Holzwickede jetzt Bezirksligist. Der unverhoffte

Bezirksliga 8: SG Holzwickede sucht nach der Fusion noch seine Rolle

"Die Fusion ist bei einigen noch nicht angekommen"

Felix Guth
14. September 2007, 09:36 Uhr

Seit knapp zwei Monaten ist die SG Holzwickede jetzt Bezirksligist. Der unverhoffte "Aufstieg" durch die Fusion mit der Fußballabteilung der Joboxers Holzwickede weckte Hoffnungen bei der Spielgemeinschaft, schon bald auf Augenhöhe mit Ortsrivale HSV zu stehen. Doch der Weg dahin scheint noch weit. Denn weder sportlich noch im Vereinsleben ist der Zusammenschluss bislang völlig angekommen. Das erste Derby ging auch schon verloren: Mit 5:1 triumphierte der HSV auf der SG-Anlage.

Für Rüdiger Hesse, gemeinsam mit Raoul Lambertz Trainer der Spielgemeinschaft, war das Ortsduell aber dennoch ein möglicher verspäteter Start in die Saison. "Was die Zusammenarbeit im Verein angeht, war das ein guter Anfang. Und das Ergebnis war ohnehin deutlich zu hoch", sagt er. Derzeit steht der Klub sieglos auf einem Abstiegsplatz (drei Remis). "Die Unentschieden bringen einen nicht weiter. Aber sie zeigen, dass wir nah dran sind."

Dass den Holzwickedern von Beginn an ein rauher Wind entgegen schlagen würde, hatten die Verantwortlichen erwartet. Denn der Start nach der Fusion verlief äußerst holprig. Ex-Profi Dirk Eitzert hatte bereits als Spielertrainer zugesagt, entschied sich aber kurzfristig für ein attraktives Angebot von Landesligist SSV Mühlhausen. So mussten SG-Urgestein Hesse (insgesamt schon rund 15 Jahre als Trainer aktiv) und Joboxers-Spieler Lambertz die neue Truppe aufbauen.

"Wir versuchen hier einen ausgeglichenen Mix hinzubekommen", sagt Hesse. Aus dem Fundus der SG rückten vor allem Jugendspieler in den Kader der ersten Mannschaft. Die Joboxers brachten eine Reihe von Routiniers mit in die "Ehe" ein. "Es ist normal, dass wir da die beste Mischung noch nicht gefunden haben", sagt Rüdiger Hesse.

Auf der Suche ist man Holzwickede allerdings auch nach der perfekten Harmonie des Zusammenschlusses. "Bei einigen Vereinsmitgliedern ist die Fusion noch nicht angekommen", sagt Hesse. Dabei profitieren auf den ersten Blick alle Seiten: Die SG spielt zum ersten Mal seit Jahren in der Bezirksliga, die Joboxers -Fußballabteilung kann auf ein stabiles Vereinskonstrukt aufbauen.

Vor allem die Nachwuchsarbeit läuft beim langjährigen Kreisligisten vorbildlich. "Die Jugend soll hier eine Plattform erhalten", meint Rüdiger Hesse. In den vergangenen Jahren suchten hoch talentierte SG-Jugendspieler ihre Herausforderung woanders. "Deshalb wollen wir alles geben, um jetzt in der Bezirksliga zu bleiben", sagt der 43-Jährige.

Dafür müssen man "zusammenrücken". Denn da die Liga noch eng zusammen ist und mit der ÖSG Viktoria bereits ein Absteiger feststeht, ist das Unternehmen Klassenerhalt für die SG Holzwickede alles andere als aussichtslos.

Autor: Felix Guth

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