Am Dienstag fand das obligatorische Sicherheitsgespräch zwischen Vertretern der Polizei sowie der beiden Vereine Rot-Weiß Oberhausen und MSV Duisburg statt.

Kiosk bestiegen

So will RWO die Szenen gegen MSV verhindern

Martin Herms
25. April 2017, 19:37 Uhr
Foto: Michael Ketzer

Foto: Michael Ketzer

Am Dienstag fand das obligatorische Sicherheitsgespräch zwischen Vertretern der Polizei sowie der beiden Vereine Rot-Weiß Oberhausen und MSV Duisburg statt.

Erwartungsgemäß wurde das zweite Halbfinale des Niederrheinpokals (Dienstag, 2. Mai, 19:30 Uhr) zwischen dem Regionalligisten Rot-Weiß Oberhausen und Drittliga-Spitzenreiter MSV Duisburg von den Behörden als "Sicherheitsspiel" eingestuft. Gerechnet wird mit rund 12.000 Zuschauern. Aufgrund der Renovierungsarbeiten im Stadion Niederrhein ist ein größeres Aufkommen nicht möglich.

Vor zwei Jahren trafen beide Traditionsvereine schon im Niederrheinpokal-Halbfinale in Oberhausen aufeinander. Der Ablauf des Spiels, das die Kleeblätter mit 2:0 gewannen, war alles andere als optimal. Anhänger beider Vereine hatten schon bei der Anreise Straftaten wie Körperverletzung und das Zünden von Pyrotechnik begangen. Gegen Spielende hatten sowohl Duisburger als auch Oberhausener Randalierer auf der Stoag-Tribüne die Konfrontation gesucht.

Besonders gefährlich wurde es schon kurz nach dem Anpfiff. Während der ersten Halbzeit hatten rund 50 MSV-Anhänger das Dach des Kiosks oberhalb der Kanalkurve bestiegen. Zwischenzeitlich herrschte akute Einsturzgefahr. Zur Halbzeitpause konnte diese gebannt werden. "Das Dach hatte an einigen Stellen Risse, da die Last einfach zu groß war", sagte RWO-Sicherheitschef Thorsten Binder damals.

Um einen ähnlichen Vorfall dieses Mal zu verhindern, wurden laut Binder "bauliche Maßnahmen" ergriffen, die es den Duisburger Fans unmöglich machen soll, den Kiosk zu besteigen. Dadurch dürfte zu verstehen sein, dass das Gebäude ausgebaut wurde und somit nicht mehr begehbar ist.

Zu beachten ist darüber hinaus die geplante Fantrennung. Alle Stadionbesucher mit Tickets für die STOAG-Tribünen-Blöcke A, B, C und D, Supporterblock und Emscherkurve Block 4 kommen nur über den seitlichen Einlass der Emscherkurve an der Buswendeschleife ins Stadion. Der Einlass über den Stadionvorplatz ist nicht möglich. Die STOAG-Tribüne steht dieses Mal nur den Heimfans zur Verfügung. Erneute Ausschreitungen wie beim letzten Pokalspiel sollen damit verhindert werden.

Weitere organisatorische Hinweise von RWO-Seite, die es für das Pokalspiel zu beachten gilt, gibt es hier:

• Der SC Rot-Weiß Oberhausen rät allen Fans die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln vorzuziehen. Aufgrund der Bauarbeiten an der Betuwe-Linie, die auch die Vereins-Parkplätze betrifft, stehen seit Baubeginn nur eine begrenzte Anzahl an Parkplätzen zur Verfügung. Um die Situation dort zu entspannen, bittet der Verein um Anreise mit Bus & Bahn.

• Bitte beachten Sie für dieses Spiel die großflächig ums Stadion eingerichteten Parkverbotszonen. Abgestellte Fahrzeuge werden kostenpflichtig abgeschleppt.

• Die Zufahrt zum Stadion ist grundsätzlich nur über die Buschhausener Straße möglich. Von der Konrad-Adenauer-Allee (Schloss Oberhausen) ist die Zufahrt gesperrt. Über die A42 kommend, nehmen Sie bitte die Ausfahrt Oberhausen-Buschhausen und folgen der Beschilderung zum Stadion. Personen mit Durchfahrtsberechtigung können am Stadion die Parkplätze P2b und P2c, entsprechend der Berechtigung, nutzen. Allen anderen Stadionbesuchern steht der Parkplatz P3 und P4 zur Verfügung. Ein Tagesparkticket kostet dort 3€.

• Alle ausgestellten Dauerparkscheine gelten an diesem Tag nicht.

• Die Stadiontore öffnen zwei Stunden vor Spielbeginn, um 17:30 Uhr.

Autor: Martin Herms

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