Es geht um den Abschied von Schalke nach sieben Jahren: Vier Spiele sind's noch, dann ist die Zeit von Klaas-Jan Huntelaar bei den Königsblauen Geschichte.

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Huntelaar schließt Wechsel in der Bundesliga nicht aus

Manfred Hendriock
25. April 2017, 21:27 Uhr
Foto: firo

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Es geht um den Abschied von Schalke nach sieben Jahren: Vier Spiele sind's noch, dann ist die Zeit von Klaas-Jan Huntelaar bei den Königsblauen Geschichte.

Dass sich der Torjäger sein letztes Jahr auf Schalke ganz anders vorgestellt hat, liegt auf der Hand. Aber jetzt darf der 33-Jährige für sich wenigstens wieder auf ein vernünftiges Ende hoffen.

„Wir müssen die letzten vier Spiele gewinnen und dann schauen, was noch nach oben geht“, sagt Huntelaar vor dem Schalker Gastspiel am Freitag (20.30 Uhr) bei Bayer Leverkusen. Nachdem ihm zuletzt beim 1:1 gegen Leipzig sein erster Bundesliga-Treffer seit dem 21. September 2016 gelang (damals 1:3 gegen Köln), hofft der „Hunter“ jetzt auch in Leverkusen auf seine Chance. Einfach nur austrudeln lassen will er „sieben schöne Jahre“ auf Schalke nicht: „Ich bin immer noch ehrgeizig“, stellt er klar: „Und das werde ich auch bleiben, bis ich unter der Erde bin.“

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Umso härter hat es den nach Klaus Fischer zweiterfolgreichsten Torjäger der Schalker Vereinsgeschichte getroffen, dass er in der Rückrunde nach überstandener Verletzung nur noch Ersatz war. Der Holländer deutet an, dass ihm Manager Christian Heidel und Trainer Markus Weinzierl vor der Saison versprochen haben, dass sie auf ihn setzen: „Deswegen bin ich auch geblieben.“ Doch nach dem Fehlstart in die Saison verlor er seinen Platz, verletzte sich am Knie und verschwand in der Versenkung. Aus seiner Enttäuschung macht er keinen Hehl: „Die gehört dazu, aber wichtig ist, dass man sich davon nicht runterziehen lässt.“ Und Huntelaar hat immer den Kopf oben behalten, das bestätigt Kapitän Benedikt Höwedes: „Er hat sich in der Zeit immer sehr professionell verhalten, geht voran und reißt die jungen Spieler bei uns mit.“

Wohin es den zweifachen WM-Teilnehmer, der vor seiner Zeit auf Schalke auch für Real Madrid und den AC Mailand gespielt hat, in der kommenden Saison zieht, weiß er selbst noch nicht. Auch einen Wechsel zu einem anderen Bundesligisten schließt Huntelaar nicht kategorisch aus: „Ich war mit dem Kopf immer auf Schalke, aber man weiß nie, was im Fußball passiert.“ Erst einmal aber will er einen vernünftigen Abschied von Schalke bekommen, und den stellt er sich so vor: „Viermal gewinnen und in die Europa League kommen.“ Er selbst würde dann aber nicht mehr mitspielen.

Autor: Manfred Hendriock

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