Die schwerwiegendsten personellen Sorgen haben sich bei BVB-Trainer Thomas Tuchel vor dem Pokal-Halbfinale größtenteils verflüchtigt, aber diese eine, die ist noch da.

DFB-Pokal

Der BVB bangt um den Einsatz von Sokratis

Daniel Berg
25. April 2017, 18:31 Uhr
Foto: Firo

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Die schwerwiegendsten personellen Sorgen haben sich bei BVB-Trainer Thomas Tuchel vor dem Pokal-Halbfinale größtenteils verflüchtigt, aber diese eine, die ist noch da.

Und für den Trainer von Borussia Dortmund bedeutet sie eine höchst unangenehme Unsicherheit. Schließlich ist es nicht der Einsatz von irgendeinem Spieler, sondern der von Abwehrchef Sokratis (muskuläre Probleme), der vor dem DFB-Pokal-Halbfinale beim FC Bayern München am Mittwoch (20.45 Uhr) fraglich ist. "Das wird super eng mit ihm", sagt Tuchel etwas mehr als 24 Stunden vor dem Anpfiff und kurz vor dem letzten Training in Dortmund. "Papa ist gestern gelaufen und versucht gleich den Einstieg ins Mannschaftstraining. Wenn es richtig gut läuft, steigt er nachher mit ins Flugzeug ein und wir können morgen nochmal einen Test machen. Aber es kann auch sein, dass er gar nicht erst mitfliegt."

Die größten Sorgen haben sich nicht bestätigt, denn Sokratis hat den Flieger nach München bestiegen und wird am Mittwochmorgen testen, ob er gegen die Bayern eingesetzt werden kann.

Wenn nicht, würde das einen herben Verlust bedeuten, schließlich ist der Grieche nicht selten derjenige, der den Laden zusammenhält. Das müssen dann die Vertreter Sven Bender und Matthias Ginter übernehmen.

Abgesehen von den Langzeitverletzten Nuri Sahin (Teilriss des Außenbandes im Sprunggelenk), Mario Götze (Stoffwechselstörung), André Schürrle (Fersenverletzung) und Sebastian Rode kann Tuchel aber auf bewährte Kräfte zurückgreifen. Gerade rechtzeitig vor dem großen Spiel. "Das Spiel hat einen riesigen Stellenwert, weil es große Auswirkung auf die weitere Saison haben wird und darauf, wie sie am Ende bewertet wird. Wir wollen gewinnen, aber wir wissen, wie schwer die Aufgabe ist. Nach Berlin zu kommen und dort zu gewinnen, ist unser großer Traum."

Aber Tuchel merkt auch, dass im Vergleich zum 1:4 in der Liga zuletzt die Stimmung gekippt ist. "Die Vorzeichen sind so, dass die Bayern in Serie nicht die Ergebnisse bekommen haben, die ihr Anspruch sind. Aber das einen Vorteil für uns zu nennen, traue ich mich nicht. Denn man könnte auch sagen: Schaut euch nochmal das Spiel von vor zwei Wochen an, da wart ihr chancenlos. Und er hätte recht."

Autor: Daniel Berg

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