Ralf Fährmann übernimmt die Patenschaft für die Roten Varis in der Zoom Erlebniswelt.

Schalke

Fährmann übernimmt Lemuren-Patenschaft

Christoph Winkel
24. April 2017, 18:48 Uhr
Foto: Martin Möller

Foto: Martin Möller

Ralf Fährmann übernimmt die Patenschaft für die Roten Varis in der Zoom Erlebniswelt.

Nach vielen anstrengenden Wochen genießt der Torwart den Zoobesuch, spricht aber auch über die verrückte Saison.

Auf der Insel der Roten Varis in der Zoom Erlebniswelt ist deutlich mehr los als sonst an einem Montagnachmittag. Es hat sich herumgesprochen, dass sich prominenter Besuch angekündigt hat. Schalkes Torwart Ralf Fährmann wird die Patenschaft für die Varis übernehmen. Die kleinen kuscheligen Tiere aus der Familie der Lemuren klettern von Ast zu Ast und springen aus ihrer Freilauffläche auf den Gehweg, auf dem die Besucher ein Handyfoto nach dem anderen schießen. Ein Schalke-Fan hofft, dass Ralf Fährmann an seine Torwart-Handschuhe gedacht hat. Seine Sorge: Beißt ihm einer der Varis in die Hand, wird’s sowieso nichts mehr mit der Qualifikation für den Europapokal. Seine Sorge ist unbegründet – auch ohne Torwarthandschuhe passiert nichts.

Gelassen greift Ralf Fährmann in den Futtereimer und hält seinen neuen Paten-Tieren eine Weintraube nach der anderen hin. Obwohl die Roten Varis an diesem besonderen Tag noch kein Mittagessen bekommen haben und der Hunger deshalb besonders groß ist, bleiben die Hände des 28-Jährigen unversehrt.

Seit 2013 sind Schalke und die Zoom Erlebniswelt Partner. Vor Fährmann haben schon andere Profis Patenschaften für Zootiere übernommen. Ausgesucht hat sich Schalkes Nummer eins die Roten Varis nicht, mit der Entscheidung, die Mitarbeiter der Erlebniswelt getroffen haben, ist er aber mehr als einverstanden. „Ich bin froh, dass die Wahl so getroffen wurde. Es sind wirklich goldige Tiere. Live habe ich sie vorher noch nicht gesehen. Ich habe es mir hier auch nicht so schön vorgestellt“, sagt er am Tag nach dem 1:1 in der Bundesliga gegen RB Leipzig.

Die letzten Monate, Wochen und Spiele seien sehr anstrengend gewesen, Schalke spielte fast im Drei-Tages-Rhythmus. Das geht an die Substanz. „Vor allem für den Kopf war es anstregend, weil es um alles ging. Deshalb tut es gut, jetzt mal abschalten zu können“ sagt Schalkes Nummer eins und ergänzt lachend, Auge in Auge mit den Roten Varis: „Und auch mal andere Gesichter zu sehen.“

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Ralf Fährmann hat genauso wenig Berührungsängste wie die Tiere, die sogar auf seine Schultern klettern. Die Aussicht aus knapp zwei Metern Höhe scheinen sie sehr zu genießen. Vier bis fünf Kilo wiegt so ein Roter Vari, für Fährmann kein Problem. Hutch sitzt auf der linken Schulter, Tamara hat es sich auf der rechten Seite bequem gemacht, sie hat das Sagen. „Wenn sich die beiden streiten sollten, einfach ruhig stehenbleiben“, rät eine Tierpflegerin. Ralf Fährmann nickt.

Nach dem 30. Spieltag fehlen Schalke in der Liga sechs Punkte zu den Europa-League-Plätzen, sechs Punkte beträgt der Vorsprung aber auch nur auf Rang 16, den Relegationsplatz. „Die Saison ist so verrückt, dass alles möglich ist“, sagt Fährmann. „Wir müssen liefern, wir müssen punkten. Das ist Fakt.“
Am Freitag geht’s nach Leverkusen
Möglichst schon am Freitagabend, wenn Schalke um 20.30 Uhr in der BayArena auf Bayer 04 Leverkusen trifft. Auswärts sind Fährmann und sein Team in dieser Saison deutlich schwächer als zu Hause in der Veltins-Arena. Nur 10 der bislang insgesamt 38 Punkte holte Schalke in fremden Stadien. In der Auswärtstabelle steht S04 auf Rang 15. „Wir lassen uns von der Bilanz nicht beeinflussen. Wir haben jetzt ein Flutlichtspiel gegen Leverkusen, das hat sowieso eigene Gesetze“, sagt er, bevor er sich nach einer Halbzeitlänge von den Roten Varis bis zum nächsten Besuch verabschiedet.

Autor: Christoph Winkel

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