Schwierige Zeiten für den Wuppertaler SV in der Regionalliga West. Nach dem 0:2 bei Rot-Weiß Oberhausen geht der Blick nach unten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

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Trotz Krise - Vollmerhausen verteidigt seine Jungs

Christian A. Hoch
23. April 2017, 21:10 Uhr
Foto: Stefan Rittershaus

Foto: Stefan Rittershaus

Schwierige Zeiten für den Wuppertaler SV in der Regionalliga West. Nach dem 0:2 bei Rot-Weiß Oberhausen geht der Blick nach unten. Ein Ende ist nicht in Sicht.

Trainer Stefan Vollmerhausen stellte sich nach dem Spiel schützend vor seine Mannschaft. Er wirkte aufgeräumt, klar und ruhig. Mit fester Stimme sprach er auf der Pressekonferenz von einem verdienten 2:0-Erfolg von Rot-Weiß Oberhausen. Eine durchaus ungewohnte Reaktion des sonst so emotionalen UEFA-A-Lizenz-Inhabers. Vor allem vor dem Hintergrund, dass seine Mannschaft in Oberhausen das sechste Pflichtspiel in Folge verlor und den Abstiegsregionen bedrohlich näherkommt. Seit dem bitteren Aus im Halbfinale des Niederrheinpokals gegen Rot Weiss Essen geht es für den WSV rasant bergab. Die Frage nach dem Warum wollte Vollmerhausen nicht so wirklich beantworten.

„Ich könnte Ihnen ganz viele Dinge aufzählen, die meine Arbeit sportlich im Moment sehr schwierig machen“, begann er seinen Erklärungsansatz. Um diesen im selben Atemzug aber wieder zu beenden: „Das ist aber nicht meine Art. Ich bin nicht der Typ, der sich hinstellt und nach dem Spiel anfängt zu jammern.“ Zugeben musste er dennoch, dass sich seine Jungs vom Wuppertaler SV in einer tiefen Krise befinden. Gewinnt die U23 des FC Schalke 04 ihr Nachholspiel, dann würde der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz nur noch neun Zähler betragen.

„Wir sind aktuell in einer echt schwierigen Lage“, betonte Vollmerhausen: „Es sind immer wieder eher die jungen Spieler, die individuelle Fehler einbauen. Für sie ist das alles nicht so einfach, weil sie diese Fehler nicht richtig verarbeiten können. Denn: Uns fehlen ganz viele Jungs aufgrund von Verletzungen.“ Panik muss in Wuppertal nach fünf Liga-Pleiten in Serie noch nicht entstehen, Vorsicht sollte dennoch angebracht sein.

Bei noch vier verbleibenden Spielen ist der Klassenerhalt noch lange nicht sattelfest. Am kommenden Samstag (14 Uhr) will Vollmerhausen mit seiner Mannschaft im eigenen Stadion endlich wieder dreifach punkten. Gegen den Tabellenletzten und abgeschlagenen Gegner TSG Sprockhövel ist das auch Pflicht, um nicht noch weiter in den Keller abzurutschen und noch unruhiger zu werden.

Autor: Christian A. Hoch

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