Die TSG Sprockhövel hatte bis zum Schluss daran geglaubt, den Klassenerhalt zu schaffen. Gegen den Bonner SC reichte die Leistung am Samstag dann aber nicht zu einem Punkt.

Abstieg perfekt

Sprockhövel-Trainer rechnet mit Team ab

Nico Jung
22. April 2017, 19:49 Uhr
Foto: Walter Fischer

Foto: Walter Fischer

Die TSG Sprockhövel hatte bis zum Schluss daran geglaubt, den Klassenerhalt zu schaffen. Gegen den Bonner SC reichte die Leistung am Samstag dann aber nicht zu einem Punkt.

Auch dieser wäre allerdings zu wenig gewesen. Die Mannschaft von Andrius Balaika hätte im Heimspiel gegen den Mitaufsteiger einen Sieg benötigt, um weiter an das Wunder glauben zu dürfen. Stattdessen verloren sie verdient mit 0:2, womit der Klassenerhalt auch rechnerisch nicht mehr möglich ist.

Was einige Leistungsträger gebracht haben, ist inakzeptabel
Andrius Balaika

Die Spielanteile waren vor 300 Zuschauern am Baumhof recht ausgeglichen. Die Chancen gehörten aber den Gästen. So traf [person=3794]Daniel Somuah [/person]in der 40. und in der 68. Minute, wobei die Gastgeber in der Schlussphase noch froh sein konnten, dass das Ergebnis nicht höher ausfiel. Dementsprechend war Balaika nach dem Spiel sehr niedergeschlagen: "Ich bin schockiert über die erbrachte Leistung. Mit so etwas habe ich nicht gerechnet. Ich frage mich, warum eine fast gesicherte Mannschaft wie Bonn sich hoch motivieren kann und wir passiv auftreten, obwohl es um alles geht." Auch die 120 Minuten im Pokal gegen Paderborn unter der Woche ließ der Trainer nicht als Ausrede gelten: "Das ist Quatsch. Damit ist das nicht entschuldigt. Was einige Leistungsträger gebracht haben, ist inakzeptabel, vor allem wenn sie den Anspruch haben, höher zu spielen. Dann müssen sie sich aber auch Woche für Woche den Arsch für die TSG Sprockhövel aufreißen und nicht nur dann, wenn sie Lust darauf haben."

Der sofortige Wiederabstieg steht also fest, denn die TSG trennen bei vier verbleibenden Spielen 14 Punkte vom rettenden Ufer. Trotzdem blickte Balaika mit einem guten Gefühl auf die erste Regionalliga-Saison des Vereins zurück: "Es war nicht alles schlecht in der Saison. Wir haben viele Highlights erlebt und gute Spiele gemacht. Nun sitzt die Enttäuschung aber sehr tief. So ein Bauchgefühl hatte ich nach einem Spiel noch nie." Für die Restsaison will Sprockhövel aber dennoch nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern weiter arbeiten: "Wir lassen das jetzt erstmal sacken und werde dann knallhart analysieren, wo die Fehler lagen. Ich hoffe, dass das dann ankommt. Es wäre zu einfach, jetzt zur Tagesordnung überzugehen."

Autor: Nico Jung

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