Schalkes Eurofighter Leon Goretzka kam nach Mitternacht aus dem Krankenhaus zurück in die Veltins-Arena.

Schalke

Goretzka mit einigen Blessuren nach Ajax-Fight

Thomas Tartemann
21. April 2017, 08:55 Uhr
Foto: firo

Foto: firo

Schalkes Eurofighter Leon Goretzka kam nach Mitternacht aus dem Krankenhaus zurück in die Veltins-Arena.

Mit Kapuze im Gesicht meinte er sichtlich gezeichnet: „Ich habe mir zweimal den Kiefer ausgerenkt und eine Gehirnerschütterung zugezogen.“ Damit ist ein Einsatz am Sonntag gegen RB Leipzig ausgeschlossen.

Goretzka konnte dem Verletzungs-Aus gegen Ajax Amsterdam immerhin etwas Positives abgewinnen: „Zumindest ist nichts gebrochen.“ Goretzka zeigte über 84 Minuten gegen Amsterdam eine starke Leistung, musste dann aber vom Spielfeld geführt werden. Die Fans honorierten seine Leistung mit stehenden Ovationen und "Leon Goretzka"-Sprechchören.

Im Viertelfinal-Rückspiel gegen Ajax Amsterdam (3:2 n.V.) war der 22-Jährige wohl sogar das, was Ex-Manager Rudi Assauer beim Uefa-Cup-Triumph 1997 in Bezug auf Marc Wilmots ehrfürchtig ein "Kampfschwein" nannte.

Heidel dementiert Weinzierls Aussage

"Ich kann vor Leon nur den Hut ziehen", sagte Kapitän Benedikt Höwedes über den Kollegen. Trainer Markus Weinzierl erklärte gar, Goretzka habe sich "etliche Male übergeben", Manager Christian Heidel bezeichnete das aber als Missverständnis. So oder so stand Goretzka am Abend der kämpferischen Wiederauferstehung für Weinzierl symbolisch "für die ganze Mannschaft".

Goretzkas heldenhafter Einsatz könnte für Schalke im Endeffekt aber sogar zum Problem werden: Mit seiner ansteckenden Leidenschaft und seinem Vorangehen hat sich der dreimalige Nationalspieler endgültig für Höheres empfohlen. Bayern München und ausländische Clubs haben ihn auf dem Radar, angesichts des 2018 auslaufenden Vertrags könnte Schalke nur noch in diesem Sommer eine Ablöse kassieren.

Autor: Thomas Tartemann

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren