Die zehn Tage Pause bis zum Spiel gegen den 1. FC Köln II kommen für den Regionalligisten Rot-Weiss Essen genau richtig.

RWE

Zehn-Tage-Pause entspannt personelle Notlage

17. April 2017, 18:17 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

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Die zehn Tage Pause bis zum Spiel gegen den 1. FC Köln II kommen für den Regionalligisten Rot-Weiss Essen genau richtig.

Nicht nur, weil Rot-Weiss Essen gerade erst sein erstes Heimspiel des Jahres 2017 gewinnen konnte, sondern auch, weil die personelle Lage angespannter war denn je.

Zum Glück, das sagte auch Sven Demandt, kamen Jan-Steffen Meier und Dennis Malura vor dem Spiel gegen Schalkes U23 wieder zurück. Sonst hätte er bei seinem ohnehin schon kleinen Kader von 17 Feldspielern nur noch zwölf Akteure zur Verfügung gehabt. „Gegen Schalke hat man hinten raus gemerkt, dass die Jungs am Anschlag sind, von daher tut uns diese Pause gut. Nicht nur rein vom Personal her - auch vom Akku“, atmet auch der Essener Fußballlehrer erst einmal durch.

Wobei am kommenden Montag gegen die U23 vom 1. FC Köln die beiden verletzten Kasim Rabihic (Muskelfaserriss) und Kevin Grund (Zehenverletzung) wieder eine Option werden könnten. Zusätzlich hätte Meier nach seiner Muskelverletzung und seiner Grippeerkrankung auch endlich mal wieder eine vernünftige Trainingswoche hinter sich. Demandt: „Ich gehe davon aus, dass wir dann anders drauf sein werden als gegen Schalke.“

Denn dort offenbarten die Rot-Weissen auch spielerisch einige Schwächen. Im Spiel nach vorne hakte es an vielen Stellen. Vor allem im zentralen Mittelfeld klaffte durch die Gelbsperre von Kapitän Benjamin Baier eine riesige Lücke, die Tolga Cokkosan nicht füllen konnte. Die Umstellung vom gewohnten 4-3-3 in ein klassisches 4-4-2-System brachte überhaupt erst den nötigen Zugriff. Dennoch appellierte Demandt an seine Akteure mutiger zu agieren: „Wir haben uns gegen Schalke selbst in Bedrängnis gebracht. Wir wollten keinen Ball, haben ihn meist eher zurückgespielt und keine Lösungen gefunden. Es ist schwierig Fußball zu spielen, wenn man keinen Ball haben will. Dann bekommt man auch keine Ruhe rein.“

Umso mehr sehnt sich der gebürtige Kölner in seiner Geburtsstadt die Rückkehr seines Spielführers und Grund herbei: „Benni ist für uns wichtig, weil er viele Aktionen auf sich zieht. Kevin ist auch so ein Spieler, der mal einen Ball halten und etwas machen kann. Die können wir mit unserem Kader nicht ersetzen.“ Noch. Denn für den Rest der Serie setzt Demandt weiterhin auf seine Leute und hat ein zusätzliches Ziel erklärt: „Wir müssen die Jungs, die wir haben, so hinkriegen, dass sie noch einmal aufgehen und ein anderes Niveau erreichen.“

Am besten schon in der Domstadt. Die kleinen Geißböcke empfangen die Essener mit einem Selbstvertrauen von zuletzt fünf Siegen in Serie.

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