Er war der umjubelte Mann im Trikot des VfL Bochum. Doch Thomas Eisfeld zog es nach dem 1:0 gegen Fürth vor, das Spiel analytisch zu betrachten.

VfL Bochum

Wie Eisfeld sein Startelf-Comeback beurteilt

16. April 2017, 16:22 Uhr
Foto: firo

Foto: firo

Er war der umjubelte Mann im Trikot des VfL Bochum. Doch Thomas Eisfeld zog es nach dem 1:0 gegen Fürth vor, das Spiel analytisch zu betrachten.

Thomas Eisfeld blickte etwas verwirrt drein, als er nach dem Spiel in die Mixed Zone kam. Ein wenig überfordert wirkte er außerdem. Überall rief man seinen Namen, irgendwann kam jemand, der ihm andeutete, in welcher Reihenfolge er Interviews zu geben habe. Das war für ihn ungewohnt. Denn zuvor hatte er beim 1:0-Sieg gegen die SpVgg. Greuther Fürth das Kommando gehabt.

Er hatte dem VfL Bochum so sehr gefehlt. 45 Minuten hatte er schon beim 0:0 in Heidenheim absolviert – gegen die Franken feierte Eisfeld nach fast einem halben Jahr sein Startelf-Comeback. Eins, das niemand sich hätte ausdenken können. Der 24-Jährige schoss das 1:0 (18.), war zweikampfstark, machte ordentlich Meter und behielt in jeder Situation die Übersicht. So einer, wie er den Bochumern eben zuletzt gefehlt hatte. Er machte am Ende den Unterschied. Ob er das so akzeptieren wollte oder nicht.

„Das müssen andere beurteilen“, entgegnete er auf die Frage, ob ihm klar sei, wie wichtig es war, dass er wieder zum Bochumer Ensemble gehörte. „Wir haben insgesamt ein gutes Spiel gemacht.“

Tatsächlich war der VfL besser aufgetreten als in den Spielen zuvor. Doch in dieser einen Szene kam es eben auf den 24-Jährigen an. Denn ohne ihn wäre Johannes Wurtz aufgeschmissen gewesen. Der Bochumer Angreifer stand nach dem katastrophalen Rückpass von Sercan Sararer frei vor Torhüter Balazs Megyeri, brachte sich danach selbst in eine unvorteilhafte Position und profitierte dann aber davon, dass Eisfeld mitgelaufen war. „Das Tor gehört eigentlich eher Johannes als mir“, sagte der Torschütze anschließend lächelnd.

Eisfeld war schon kurz nach seinem emotionalen Comeback dabei, das Spiel ausschließlich analytisch zu betrachten. Der Mannschaft habe es gefehlt, auf das zweite Tor zu drängen, sagte er und sprach zudem von einer „riesen Erleichterung“. Fünf Punkte beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz. „Es ist ein bisschen mehr Ruhe drin“, bestätigte Eisfeld.

Autor:

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren