Der MSV Duisburg kann am Samstag (14 Uhr) beim Halleschen FC einen weiteren großen Schritt in Richtung Wiederaufstieg machen.

MSV-Trainer Gruev

"Wir haben eine besondere Mannschaft"

Dirk Retzlaff
15. April 2017, 06:07 Uhr
Foto: Firo

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Der MSV Duisburg kann am Samstag (14 Uhr) beim Halleschen FC einen weiteren großen Schritt in Richtung Wiederaufstieg machen.

Das kann keiner trainieren. „Wir haben eine besondere Mannschaft mit einem besonderen Teamgeist“, sagt Trainer Ilia Gruev über die Fußballer des MSV Duisburg, die heute um 14 Uhr beim Hallesschen FC (live in der Konferenz im Fernsehen im WDR und im Internet unter www.wdr.de) um Drittliga-Punkte spielen. Kapitän Branimir Bajic sitzt bei der Pressekonferenz neben seinem Trainer und lacht: „Ich spendiere auch immer wieder Croissants.“

Gruev strebt Zwei-Punkte-Schnitt an

Der Teamgeist soll die Zebras auch in den letzten sechs Spielen der Saison tragen. Ilia Gruev will sich nicht zu sehr den Rechenspielen hingeben – „Wir wollen immer auf das nächste Spiel schauen“ – hat dann aber doch eine Hochrechnung parat. „Wenn wir einen Schnitt von zwei Punkten pro Spiel schaffen, wird es reichen“, sagt Gruev. Zu weit lehnt sich der 47-Jährige damit nicht aus dem Fenster. Mit 13 Zählern wird der MSV am Ende sicher durch sein, die zwölf Punkte der Gruevschen Rechnung werden wahrscheinlich auch reichen. Vielleicht genügen ja angesichts der fehlenden Konstanz der Konkurrenz schon neun oder zehn Zähler.

In Halle sollen heute drei Punkte hinzukommen, wobei der Duisburger Trainer auf die Heimstärke der Hallenser verweist. Erst zwei Niederlagen stehen vor dem heimischen Publikum zu Buche. „Halle wird uns alles abverlangen“, so Gruev. Und Branimir Bajic erinnert an das 0:0 im Hinspiel: „Das war eine der stärksten Mannschaften, die ich gesehen habe.“
Nach dem 2:1-Sieg über Großaspach, mit dem die Zebras die Scherben, die sie zuvor beim 0:1 in Rostock hinterlassen hatten, wieder aufkehrten, ist es um die Duisburger Fußball-Seele wieder besser gestellt. Auch die Konkurrenten Magdeburg (in Rostock) und Kiel (in Erfurt) spielen heute auswärts – da könnte ein Dreier in Halle schnell zusätzlich an Wert gewinnen.

Verzichten muss Gruev auf Dan-Patrick Poggenberg. Der Außenverteidiger fällt mit muskulären Problemen aus. Somit sind die beiden Positionen auf den defensiven Außenbahnen vergeben: an Kevin Wolze und Tugrul Erat. Mit Baris Özbek ist heute ebenfalls nicht zu rechnen. Der Mittelfeldspieler plagt sich mit Rückenbeschwerden herum.

Die Aufstellung im Mittelfeld hat ohnehin das größte Überraschungspotenzial. Zuletzt stand Stammspieler Tim Albutat nicht im Kader, dafür durfte Thomas Bröker von Beginn an spielen. Viel wird davon abhängen, welche Rolle Ilia Gruev seinem Regisseur Fabian Schnellhardt zuweisen wird. Auf der defensiven Sechs überzeugte er gegen Großaspach – aber das ist eben nicht Schnellhardts Paradeposition.

Autor: Dirk Retzlaff

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